Nachdem der gemeine Schweizer zuletzt seine hochwohlgepriesene Neutralität und Weltoffenheit persiflierte, gibt es kreative Antwort seitens der Schweizer Muslime.
Hallo Herre und Konsorten, Liebe Islamophobe, sei gegrüßt PI-News,
ihr tummelt euch nun schon so lange lautstark am Stammtisch im Internet - wunderbar. Dreimal hab ich mich nun zu euch verirrt und bin noch nicht ganz angefixt. Vielmehr würde ich als bekennender Atheist aus Spaß zum Islam konvertieren, um eurem Feindbild zu entsprechen. Beschränkter statt investigativem Journalismus gepaart mit einer herzzerreissenden Kommentarfülle aus geistiger Umnachtung. Ja ihr bereichert ungefragt die deutsche Medienlandschaft, mit eurem Anspruch dem Mainstream etwas entgegen zu setzen und eure Vielzahl an Lesern könnte euch Recht geben. Vielleicht belegt euer PI-News Forum aber auch nur, dass dieses Land die letzten Jahre leider zu wenig in Bildung investierte und dass das Internet immer bedienfreundlicher wurde. Selbst Zweizeller schaffen es mittlerweile ihren geistigen Abfall in die virtuelle Welt zu kippen. Eure Halde hat genug Kapazitäten frei.
Achwas seid ihr politisch inkorrekt, ihr verteidigt die armen Evangelikaner und kritisiert ein Schülermagazin. Natürlich habt ihr bissige Kommentare für den Polizeichef von Passau über und rettet Deutschland vor dem Ausverkauf seiner christilichen Interessen. Großes Kino, dass da noch kein Massenblatt draufkam, obwohl ihr doch für die schweigende Mehrheit sprecht. Die werden sich noch umsehen, nicht umsonst habt ihr den ganz Großen schon etliche Werbekunden geklaut: die Pax Europa, das Anlagejournal und Fitpoint24. Dazu etliche Büchernanzeigen für aufgeklärte Literatur und ein paar befreundete Medientreibende, das sorgt für Umsatz und lehrt Spiegel, Stern und Taz das Fürchten. Ihr betreibt sogar Merchandise, mit einer herrlich unkorrekten T-Shirt-Kollektion. PI-News, ihr sortiert die Medienlandschaft neu.
Man kann weder Herre noch PI-News Hetze unterstellen, nein sie decken nur Fakten auf, die anderorts unter den Tisch fallen. Und außerdem ist der Blog ja proisraelisch und für die Menschenrechte und das Grundgesetz. Ich könnte hier zahlreiche Zweifel äußern und Widersprüche aufzeigen, doch dazu müsste ich soviel Lektüre sezieren, denn euer Fleiß ist unübersehbar. Ich kann euch jedoch einen Tipp geben, wenn ihr das proisraelisch etwas weniger betont oder einfach aus der Kopfzeile nehmt, hättet ihr auf einen Schlag eine wesentlich größere Zielgruppe. Ihr macht es einem Teil eurer Leserschaft zumindest nicht ganz leicht ein hundertprozentiger Fan zu sein.
So werte Autoren und Leser von PI-News, ich stoppe an dieser Stelle. An sich gab es keinen Bedarf für eine weitere Erwähnung unseriöser, unsachlicher, monotoner, vourteilsbehafteter, erschreckend langweiliger und vor allem ängstlicher "Berichterstattung", aber ein wenig Distanz schadet nie - IHR NERVT!!!
PS.: Die euch so verhassten Gutmenschen und politisch korrekten Menschen, gibt es so nicht. Ich bin jedenfalls keiner und doch so weit von eurer "Meinung" entfernt. In eurem hochgelobten Amerika jedoch gehört political correctness zum guten Ton, welcher staatlich auch eingefordert wird.
New York, London, Madrid und jetzt Mumbai, dazwischen diverse große und kleine Anschläge überall in der Welt mit etwas weniger Medienfokus...es geht weiter. Die bärtigen Männer mit ihrer blutigen Religionsauslegung und wachsender Anhängerschar sind nicht wieder da - sie waren nie weg. Wieder einmal haben sie sich in unseren Medienapparat gedrückt und liefern bedrückendes Bildmaterial zu ihrem heiligen Krieg.
Der Westen reagiert hysterisch und verrennt sich zuallererst genau in die Diskussion, die erklärtes Ziel der Hintermänner des explosiven Schlachtens ist. Die Diskussion um den Islam und die muslimische Kultur. Der Fehdehandschuh für den Kampf der Kulturen wird gierig aufgehoben. Schnell wird das Feindbild Islam ausgemacht, sind doch die Attentäter, Selbstmörder und die Denker im Hintergrund stets bemüht gerade ihren Glauben als Kommunikationshebel zu verwenden. Unbemerkt wird unsere Gesellschaft zu Klischeedenken gedrängt und fürchtet sich vor einer unheimlichen Berdrohung, die uns an jedem Ort der Welt verfolgt.
So rückständig El Quaida und Konsorten daherkommen, so sehr sind sie doch Medienexperten und wissen ihre Nachrichten in die richtigen Bahnen zu lenken. Bildreiche Dramatik, blutrot gefärbt erreicht uns am Frühstückstisch und auf der Couch und wir gruseln uns mit einer Gänsehaut. Der Türke nebenan wirkt verdächtig, die Moschee um die Ecke beherbergt sicher auch Hassprediger und überhaupt distanziert sich kein Moslem öffentlich für "seine" Gräueltaten. Rechte Bürgerbewegungen und Parteien bekommen Aufwind und jedes muslimische Gotteshaus in Deutschland ist eines zu viel. Multikulti wird spöttelnd beobachtet und jeder Einwurf eines "Gutmenschen" zeigt nur dessen unbelehrbare Dummheit.
Leider lassen sich diese Reflexe nicht stoppen, da bringt auch ein Cem Özdemir als Grünenchef ebensowenig, wie eine mehrheitlich integrierte Minderheit muslimischen Glaubens vor Ort. Die Gefahr hat mehr Sexappeal und ist wesentlich verführerischer. Den Keil jedenfalls haben die Fundamentalisten erfolgreich getrieben und somit ihr erstes Ziel erreicht.