Rechtsaußen, wo das Hirn eher selten zu Besuch kommt und es mit kaufmännischer Buchführung eher kreativ gehalten wird, rechtsaußen da wird die Verfassung verachtet. Das Demokratieverständnis der NPD hat zwei Perspektiven:
1. Grundsätzlich ist Demokratie Scheisse
2. Die Vorzüge einer Demokratie, die nehmen wir gerne mit
Zunächst einmal ein Randgruppenproblem, was man stumpfen braunen Hirnen nicht vorwerfen muss. Mit einem Nervenknoten als Hirnersatz, surrt auch eine Fliege gern um Exkremente.
Nach den allseits bekannten Folgeerscheinungen der Weimarer Republik mit ihren radikalen Splitterparteien, wurde nach dem zweiten Weltkrieg eine Sperrklausel, die 5%-Hürde eingeführt. Wird diese nicht überwunden, kommt die Partei nicht in politische Verantwortung. Erhält sie mindestens 0,5% (bzw. 1%) der Stimmen, erhält sie anteilig zumindest Geld zur Parteifinanzierung.
Das Bundesverfassungsgericht hielt diese Regelung - zumindest auf kommunaler Ebene - im Februar 2008 für hinfällig. Die Sperrklausel diskriminiere kleinere Parteien und widerspricht dem Demokratieprinzip. Paradoxerweise gilt auf Bundestagsebene ein funktionsfähiges Parlament jedoch als höheres Gut, als die exakte Widerspiegelung des Wählerwillens.
Nun gut, kommunal wird seither eine andere Demokratie gelebt, um arme kleine Parteien zu schützen und an demokratischer Politik teilhaben zu lassen. Aktuell zu bewundern sind die einzigen Profiteure, die Demokratiefeinde der NPD. Mit Wahlergebnissen weit unter 5% ziehen diese quer durch die Republik in die Parlamente.
Die NPD, vom Verfassungsschutz beobachtet, in steter Diskussion verboten zu werden. Die nationale Partei Deutschlands, unfähig zur Buchführung, verstrickt in Finanzskandale, Schuldner des Staates und quasi pleite. Die Nationalisten, welche sich jeglichem politischen Konsens entziehen.
Diese Partei, wird nun - Dank staatlicher Fürsorge - in Amt und Würden gehieft. Der blanke Hohn zudem: der Impuls ging nicht einmal von dieser Partei aus. Peinlich.
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Dienstag, 9. Juni 2009
Montag, 25. Mai 2009
Deutschland und sein Horst...
...im Fünf-Jahres-Zyklus gönnt sich Deutschland die wohl kropfähnlichste Wahlveranstaltung der Bundesrepublik. Man nennt es Demokratie, es wirkt wie ein Schauspiel, um das höchste aber irrelevanteste Amt im Staat und der Sieger steht zuvor schon fest.
Und das Volk hat einen so marginalen Anteil am Wahlausgang, dass es einer Demokratie Schamesröte ins Gesicht treiben sollte:
- Da zaubern die verschiedenen Parteien einen ihnen stimmig erscheinenden und parteipolitisch wertvollen Kandidaten aus dem Hut. Dieser brachte zumindest in der Vergangenheit politische Erfahrungen mit. Das Volk hat hieran keinerlei Anteil (wie allerdings bei anderen Wahlen auch nicht)
- Gewählt wird von der Bundesversammlung, einem Verfassungsorgan ohne weiteren Zweck, außer dieser Wahl. Deren Zusammensetzung bestimm das Volk zumindest indirekt durch ihre Kreuze bei der Bundestagswahl, da der Bundestag in Gänze in die Bundesversammlung einfließt. Um die BV auf knapp über 1.200 Mitglieder anschwellen zu lassen, bestimmen die Landtage bunte Vorschlagslisten, immer vor dem Hintergrund, dass bloß solche nominiert werden, welche dem Wunsch der jeweiligen Partei entsprechen.
- Die Wahl schimpft sich frei und geheim und ist schlussendlich größten Zwängen untergeordnet. So ist fast immer schon im Vorfeld offensichtlich, wer schlussendlich das Amt bekleiden wird und diesmal erneut unser Horst Köhler.
Ich bin Verfechter von Demokratie und Befürworter geteilter Machtorgane, dieses Instrument der Bundesrepublik halte ich allerdings für überflüssig, zumindest in der Art und Weise wie es praktiziert wird. Zudem gibt es nach wie vor, gesetzliche Bedenken oder zumindest Unklarheiten zum üblichen Prozedere.
Ich denke sowohl die Kandidatenauswahl, als auch die abschließende Präsidentenwahl sollte tatkräftig durch das deutsche Volk mitgetragen und bestimmt werden. Es wäre eine gute Gelegenheit, gerade mit dieser Wahl eines eher repäsentativen Amtes der Politikverdrossenheit entgegen zu wirken.
Und das Volk hat einen so marginalen Anteil am Wahlausgang, dass es einer Demokratie Schamesröte ins Gesicht treiben sollte:
- Da zaubern die verschiedenen Parteien einen ihnen stimmig erscheinenden und parteipolitisch wertvollen Kandidaten aus dem Hut. Dieser brachte zumindest in der Vergangenheit politische Erfahrungen mit. Das Volk hat hieran keinerlei Anteil (wie allerdings bei anderen Wahlen auch nicht)
- Gewählt wird von der Bundesversammlung, einem Verfassungsorgan ohne weiteren Zweck, außer dieser Wahl. Deren Zusammensetzung bestimm das Volk zumindest indirekt durch ihre Kreuze bei der Bundestagswahl, da der Bundestag in Gänze in die Bundesversammlung einfließt. Um die BV auf knapp über 1.200 Mitglieder anschwellen zu lassen, bestimmen die Landtage bunte Vorschlagslisten, immer vor dem Hintergrund, dass bloß solche nominiert werden, welche dem Wunsch der jeweiligen Partei entsprechen.
- Die Wahl schimpft sich frei und geheim und ist schlussendlich größten Zwängen untergeordnet. So ist fast immer schon im Vorfeld offensichtlich, wer schlussendlich das Amt bekleiden wird und diesmal erneut unser Horst Köhler.
Ich bin Verfechter von Demokratie und Befürworter geteilter Machtorgane, dieses Instrument der Bundesrepublik halte ich allerdings für überflüssig, zumindest in der Art und Weise wie es praktiziert wird. Zudem gibt es nach wie vor, gesetzliche Bedenken oder zumindest Unklarheiten zum üblichen Prozedere.
Ich denke sowohl die Kandidatenauswahl, als auch die abschließende Präsidentenwahl sollte tatkräftig durch das deutsche Volk mitgetragen und bestimmt werden. Es wäre eine gute Gelegenheit, gerade mit dieser Wahl eines eher repäsentativen Amtes der Politikverdrossenheit entgegen zu wirken.
Freitag, 9. Januar 2009
Obama hat es vorgemacht, Wahlen gewinnt man im Web - die SPD wagt eine Karikatur
Autsch, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands betritt dünnes Eis. Angefixt vom Triumpfzug eines Barack Obama, sehnt sich auch die SPD an die Sonnenseite des Internet. Nach meinem SPD-Einwurf im März letzten Jahres, sehe ich mich quasi gezwungen der Sozialdemokratie einen eigenen Beitrag zu widmen.
Was soll das SPD? Es steht mir fern für euren Relaunch, die Agentur a-b-face2net (grandioser Name im Übrigen) zu kritisieren. Die Zielrichtung und -setzung bestimmt mit üblicher Beratungsresistenz der zahlende Kunde, in diesem Fall also die parteieigenen Marketingexperten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bemüht wurde ein innovatives und zeitgemäßes Design und Web2.0-Optik umgangen, wahrscheinlich um auch die Silversurfer nicht zu verschrecken. Der Sexappeal der neuen Killeraplikation gleicht dem eines Schülerbandwettbewerbes der Hamburger Sparkasse und die Farbgebung liegt in einer gemütlichen Farbwelt zwischen Marinehafen und Ruhrpott.
Schäfer Gümbel macht es vor, die Politik muss ins Netz. Schröders vielzitierte Datenautobahn ist endlich reif. Reif genug, dass sich eine SPD voller Strahlkraft herablässt auch digital einen Schritt auf potentielle Wähler zuzugehen. Nur werden diese jenseits von Klassensprechern und Jusos erschreckt das Weite suchen.
Obamas Stärke war und ist, fehlende Fachkompetenz mit externen Spitzenleuten zu kompensieren und somit für jedes Medium die optimale Wertschöpfung mit fesselnder Außenwirkung zu kombinieren. Über allem schwebt das Charisma des künftigen US-Präsidenten. Die verstolperte Interpretation für die sozialdemokratische Volkspartei ist leicht seziert. Ganz in Tradition einer hierarchischen Parteienstruktur, bei zeitgleicher Überalterung (siehe Ochsentour) wird zwar begriffen, dass da etwas geht, nur leider nicht was genau. So machen sich verknöcherte Genossen daran ein mundgerechtes Konzept einzufordern und bekommen mit SPD.de ein würdiges Ergebnis serviert - ein lautes schrill schepperndes Megafon als Dialoginstrument. Interaktion, kritische Auseinandersetzung und freiwilliger Support, wie im US-Wahlkampf wird nicht nur mangels Kandidaten mit Obama-Strahkraft unterbunden. Nein, eine Augenhöhe mit der Bevölkerung und vermeintlichen Wählern ist nicht gewünscht. Instrumente des Web 2.0, wie FlickR, Facebook und Twitter werden zur Pressemappe und PR-Werkzeug missbraucht und lassen den gewünschten Effekt verpuffen. Die Parteigranden jedoch ahnen: Wir sind nun vorn mit dabei. Sorgen haben müssen sie nicht: Wer einmal Merkels bemühte Podcasts ertragen musste, weiß um fehlende Konkurrenz auf deutschen Partei-Websites.
Liebe SPD, das Internet ist eine Chance...eine Chance Ideen und Visionen zu kreieren, zu vermitteln, zu hinterfragen, dem Volk aufs Maul zu schauen und sich einer Diskussion zu stellen und dabei ernstgenommen zu werden. Die User wünschen Dialog und keine Infohappen unreflektierter Pressearbeit.
Liebe SPD, Interaktion bedingt auch Reaktion. Wenn euch ein interessierter Unterstützer, Wähler und Kommunikator anschreibt reagiert dieser enttäuscht, wenn lediglich eine automatisierte Antwort zurückkehrt. Wenn nicht mal eine Sekretärin Zeit findet, mehr als den aktuellen Newsletter zu senden, macht ihr euch nur unbeliebt.
Liebe SPD, ich bin wahrlich ein unwichtiger Zeitgenosse, meine Leserschaft ist beschaulich und für große Politik fehlt mir die Zeit, ABER ich wage mich wider besseren Wissens euch mehrfach zu mailen, über euch zu posten, in eurem Forum anzumelden etc. Der Response ist nicht schüchtern, er bleibt aus.
Liebe SPD, Mitgliederschwund hat seine Ursache. Es ist nicht mehr die absolute Erfüllung, sich mittels Parteispende und politisiertem Palaver im Bezirk für seine Partei zu engagieren. Die Zeit erfordert neue Wege...fragt die richtigen Leute. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann eure Agentur euch dazu Antworten liefern, WENN ihr sie nur lasst.
Was soll das SPD? Es steht mir fern für euren Relaunch, die Agentur a-b-face2net (grandioser Name im Übrigen) zu kritisieren. Die Zielrichtung und -setzung bestimmt mit üblicher Beratungsresistenz der zahlende Kunde, in diesem Fall also die parteieigenen Marketingexperten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bemüht wurde ein innovatives und zeitgemäßes Design und Web2.0-Optik umgangen, wahrscheinlich um auch die Silversurfer nicht zu verschrecken. Der Sexappeal der neuen Killeraplikation gleicht dem eines Schülerbandwettbewerbes der Hamburger Sparkasse und die Farbgebung liegt in einer gemütlichen Farbwelt zwischen Marinehafen und Ruhrpott.
Schäfer Gümbel macht es vor, die Politik muss ins Netz. Schröders vielzitierte Datenautobahn ist endlich reif. Reif genug, dass sich eine SPD voller Strahlkraft herablässt auch digital einen Schritt auf potentielle Wähler zuzugehen. Nur werden diese jenseits von Klassensprechern und Jusos erschreckt das Weite suchen.
Obamas Stärke war und ist, fehlende Fachkompetenz mit externen Spitzenleuten zu kompensieren und somit für jedes Medium die optimale Wertschöpfung mit fesselnder Außenwirkung zu kombinieren. Über allem schwebt das Charisma des künftigen US-Präsidenten. Die verstolperte Interpretation für die sozialdemokratische Volkspartei ist leicht seziert. Ganz in Tradition einer hierarchischen Parteienstruktur, bei zeitgleicher Überalterung (siehe Ochsentour) wird zwar begriffen, dass da etwas geht, nur leider nicht was genau. So machen sich verknöcherte Genossen daran ein mundgerechtes Konzept einzufordern und bekommen mit SPD.de ein würdiges Ergebnis serviert - ein lautes schrill schepperndes Megafon als Dialoginstrument. Interaktion, kritische Auseinandersetzung und freiwilliger Support, wie im US-Wahlkampf wird nicht nur mangels Kandidaten mit Obama-Strahkraft unterbunden. Nein, eine Augenhöhe mit der Bevölkerung und vermeintlichen Wählern ist nicht gewünscht. Instrumente des Web 2.0, wie FlickR, Facebook und Twitter werden zur Pressemappe und PR-Werkzeug missbraucht und lassen den gewünschten Effekt verpuffen. Die Parteigranden jedoch ahnen: Wir sind nun vorn mit dabei. Sorgen haben müssen sie nicht: Wer einmal Merkels bemühte Podcasts ertragen musste, weiß um fehlende Konkurrenz auf deutschen Partei-Websites.
Liebe SPD, das Internet ist eine Chance...eine Chance Ideen und Visionen zu kreieren, zu vermitteln, zu hinterfragen, dem Volk aufs Maul zu schauen und sich einer Diskussion zu stellen und dabei ernstgenommen zu werden. Die User wünschen Dialog und keine Infohappen unreflektierter Pressearbeit.
Liebe SPD, Interaktion bedingt auch Reaktion. Wenn euch ein interessierter Unterstützer, Wähler und Kommunikator anschreibt reagiert dieser enttäuscht, wenn lediglich eine automatisierte Antwort zurückkehrt. Wenn nicht mal eine Sekretärin Zeit findet, mehr als den aktuellen Newsletter zu senden, macht ihr euch nur unbeliebt.
Liebe SPD, ich bin wahrlich ein unwichtiger Zeitgenosse, meine Leserschaft ist beschaulich und für große Politik fehlt mir die Zeit, ABER ich wage mich wider besseren Wissens euch mehrfach zu mailen, über euch zu posten, in eurem Forum anzumelden etc. Der Response ist nicht schüchtern, er bleibt aus.
Liebe SPD, Mitgliederschwund hat seine Ursache. Es ist nicht mehr die absolute Erfüllung, sich mittels Parteispende und politisiertem Palaver im Bezirk für seine Partei zu engagieren. Die Zeit erfordert neue Wege...fragt die richtigen Leute. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann eure Agentur euch dazu Antworten liefern, WENN ihr sie nur lasst.
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Mittwoch, 3. Dezember 2008
Artikel 22 GG: Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch?
Nach der gestrigen Debatte, ließen meine Synapsen mich nicht los und zwangen mich zu immer neuen Perspektiven. Aus irgendeinem Grund störte mich der CDU-Vorstoß und die zugehörige Diskussion stieß mir sauer auf...warum?
Zeitpunkt und Absender
Der CDU fehlt es aktuell an griffigem Profil, zu sehr hat sie sich zuletzt in die Mitte der Gesellschaft gedrängt und mit der SPD um Wohlfahrtsthemen und Umweltschutz konkurriert. Das bürgerliche, konservative und rechts der Mitte gelegene Wahlvolk ist dementsprechend vergrätzt. Die Hardliner der Partei fühlen sich unterpräsentiert. Ein solcher Vorstoß wirkt zunächst unverfänglich und wird erst durch externe Reaktionen (türkische Gemeinde, GAL) inhaltlich aufgeladen. Deutsch ins Grundgesetz zu bringen, lässt sich, auch im internationalen Vergleich leicht als Selbstverständlichkeit rechtfertigen. Vom provozierten Aufschrei wird in jedem Fall gern profitiert.
Nun ist die momentane Situation Deutschlands, der Wirtschaft, der Globalisierung und weiterer Krisen heikel. Die Regierung schwimmt und die CDU wirkt an mancher Stelle überfordert und vorgeführt. Auch gilt die Union in manchen Bereichen als Mitverschulder - kein leichter Stand. Grund genug ein wenig seichte Ablenkung zu verschaffen und dennoch für Trubel zu sorgen.
Das zeitliche Umfeld spielt den Initiatoren in die Hände. Der Kapitalismus taumelt und zugleich wächst die Furcht vor islamistischen Gewaltorgien. In Deutschland selbst zeigt verfehlte Zuwanderungspolitik ihre Auswirkungen, der gemeine Bürger wirkt angespannt und unsouverän - der Trend zum aufkeimenden Nationalgefühl wirkt wieder stärker.
Der Vorwurf drängt sich auf: der CDU-Vorstoß wurde gezielt jetzt lanciert, auch auf das wahrscheinliche Risiko hin, ihn nicht gesetzlich legitimieren zu können. Die Realisation des Unterfangen ist nicht das Ziel, wohl aber der Zug zur Öffentlichkeit und der vorverlegte Wahlkampf.
Grundgesetz und Verfassung
Ich halte das Grundgesetz für eine der schlanksten und aussagekräftigsten Rechtsschriften der Welt. Ähnlich der zehn Gebote, werden hehre gesellschaftliche Ziele gebündelt manifestiert und so der Grundstein für eine funktionierende Demokratie gelegt. Gerade nach dem zweiten Weltkrieg waren die verfassten Gesetzestexte ein Meilenstein für Deutschland. Im Grundgesetz finden sich die elementarsten Regeln auf eleganteste Weise auf den Punkt gebracht. Ich stehe zu seiner Unantastbarkeit und verfechte seine Wertigkeit. Jede schlecht durchdachte Veränderung oder Erweiterung verwässert den hohen Wert nur. Der Sinn und Effekt der geforderten Änderung ist lediglich symbolisch und ohne Tragweite und allein dadurch Ballast für die Texte. Jede Urzeile bezieht sich konkret auf anwendbare und einklagbare Grundrechte - das muss so bleiben.
Zudem die Amtssprache schon quo Gesetz als Deutsch definiert wurde.
Zuwanderung und Integration
Das eigentliche Problem, was sich aus der aktuellen hitzig geführten Debatte ablesen lässt, ist das Resultat einer unausgewaogenen Zuwanderungspolitik. Dort wo Integration nicht stattfand kollidieren verschiedene Wertsysteme. Fehlende Deutschkenntnis ist nur ein Teilaspekt und gleichzeitig Ursache und Wirkung. Dieser Problemstellung muss sich von höchster Ebene angenommen werden, seitens der Politik ebenso wie direkt aus der Gesellschaft und Wirtschaft. Die Situation ist unumkehrbar, mit derzeit um die 19% Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund, hilft kein Ausschweigen oder populistische Ausweisungsforderungen. Vielmehr muss die gesamte Gesellschaft unter Einbezug der Zugewanderten ein System entwickeln, welches ein friedliches Zusammenleben garantiert. Ein System in dem keine kulturelle Entwurzelung, wohl aber gegenseitiger Respekt Voraussetzung ist, ebenso die Durchsetzung deutscher Gesetze. Die nötigen Schnittstellen sind auf allen Seiten vorhanden, aufgeklärte Respektpersonen sind auch mit Migrationshintergrund existent. Diese Chancen gilt es zu nutzen, die Sprachproblematik wird sich von allein erledigen. Das Urbedürfnis eines jeden Menschen ist es seine Umwelt zu verstehen und sich gleichzeitig verständigen zu können. Ghettoisierung und Rückzug ist kein Zeichen von Stärke und Ignoranz, eher als Notwehr zu werten. Nur zu gern zitiere ich einen türkischen Forumsteilnehmer bei Spiegel online:" Man kann eine Hand nur annehmen, wenn sie auch gereicht wird."
Deutsche Sprache und Kultur
Ich liebe meine Muttersprache mit all ihren Möglichkeiten, die sie mir offeriert. Sie taugt dazu, jegliche Sachverhalte auf tausende Weisen wiederzugeben und ist wie ein Spielzeug mit dem man sich immer neu ausprobieren kann. Größte Werke wurden und werden auf deutsch verfasst. Die Sprache der Romantiker hat Freunde weltweit und besitzt die stärksten Werbemittel: Charismaten, die sie verwenden oder verwendeten. Den laxen Umgang an mancher Stelle kann ich verzeihen, nicht aber sprachliche Missgeburten, die schwache Inhalte aufwerten sollen. Schlechtes deutsch mit lächerlichem Englisch zu paaren ist grotesker Unfug und beleidigt meine Ohren. Zusätzlich grenzt dieser Sprachgebrauch eine Vielzahl von Adressaten aus. So achte ich auf spannenden Einsatz von deutsch, auch unter Einbezug von Lokalkolorit und Slang, veredelt mit selten gebrauchtem Wortwerkzeug. Nebenbei tue ich alles dafür meine englischen Sprachkenntnisse auszubauen und spanisch zu erlernen. Sprache ist mein Schlüssel zu fremden Menschen.
Um die deutsche Sprache muss man sich keine Sorgen machen - Qualität setzt sich durch.
Die deutsche Kultur nach allgemeinem Verständnis (Oktoberfest, Karneval, Ostermarsch) ist weniger meins, dennoch kann ich mit ihrer Zelebration leben. Deutsche Kultur ist für mich aber auch Konsensfähigkeit, Friedenspolitik, Minderheitenschutz, Sozialstaat, Küchenkünste, Ingenieurskunst, Umweltschutz, Kunst und Kultur und noch so viel mehr. Das alles trägt sich um die Welt, findet etliche Bewunderer und Nachahmer. Diese Kultur wird global immer ihre Berechtigung finden - zum Glück auch ohne Grundgesetzänderung. Der deutschen Sprache wird es nicht anders gehen.
fehlgeleitete Diskussion
Was mich erzürnt ist offensichtlich. Die oben benannten Probleme werden auf dem Rücken der Sprachdebatte ereifernd benannt. Laut pöbelnd wird sich in Verallgemeinerungen übertroffen und Minderheiten vermengt. Die übliche Taktik der Sündenbockinstallation greift eben in jeder Krise. Die Stimmung ist gereizt und die islamischen Fundamentalisten haben ein Ziel ganz ohne Mühe erreicht: Wir haben Angst. Angst vor der muslimischen Bedrohung, deren einziges Ziel ist uns auszuradieren und die Welt dem Islam unterzujochen. Ich will an dieser Stelle die Angst nicht bewerten...dass im Rahmen der Grundgesetzänderung die Diskussion abscheift spricht Bände. 20% der Bevölkerung werden auf die Türken reduziert und die Türken als homogene Masse angesehen. Diese Masse macht sich breit in unserer Heimat, lebt ihren Islam aus dem Untergrund heraus und spricht kein deutsch.
Sämtliche Fakten dieser Welt können diesen Tunnelblick nicht öffnen, während aber der taktische CDU-Einwurf endlich wieder deutsches Rückgrat stärkt. Der Stammtisch lässt grüßen. Und an dieser Stelle bin ich froh, dass Ottonormalmensch nur wählen, aber nicht entscheiden darf und für Grundgesetzänderungen Mehrheiten notwendig sind. Im Zweifel gibt es ja noch das Bundesverfassungsgericht.
Zeitpunkt und Absender
Der CDU fehlt es aktuell an griffigem Profil, zu sehr hat sie sich zuletzt in die Mitte der Gesellschaft gedrängt und mit der SPD um Wohlfahrtsthemen und Umweltschutz konkurriert. Das bürgerliche, konservative und rechts der Mitte gelegene Wahlvolk ist dementsprechend vergrätzt. Die Hardliner der Partei fühlen sich unterpräsentiert. Ein solcher Vorstoß wirkt zunächst unverfänglich und wird erst durch externe Reaktionen (türkische Gemeinde, GAL) inhaltlich aufgeladen. Deutsch ins Grundgesetz zu bringen, lässt sich, auch im internationalen Vergleich leicht als Selbstverständlichkeit rechtfertigen. Vom provozierten Aufschrei wird in jedem Fall gern profitiert.
Nun ist die momentane Situation Deutschlands, der Wirtschaft, der Globalisierung und weiterer Krisen heikel. Die Regierung schwimmt und die CDU wirkt an mancher Stelle überfordert und vorgeführt. Auch gilt die Union in manchen Bereichen als Mitverschulder - kein leichter Stand. Grund genug ein wenig seichte Ablenkung zu verschaffen und dennoch für Trubel zu sorgen.
Das zeitliche Umfeld spielt den Initiatoren in die Hände. Der Kapitalismus taumelt und zugleich wächst die Furcht vor islamistischen Gewaltorgien. In Deutschland selbst zeigt verfehlte Zuwanderungspolitik ihre Auswirkungen, der gemeine Bürger wirkt angespannt und unsouverän - der Trend zum aufkeimenden Nationalgefühl wirkt wieder stärker.
Der Vorwurf drängt sich auf: der CDU-Vorstoß wurde gezielt jetzt lanciert, auch auf das wahrscheinliche Risiko hin, ihn nicht gesetzlich legitimieren zu können. Die Realisation des Unterfangen ist nicht das Ziel, wohl aber der Zug zur Öffentlichkeit und der vorverlegte Wahlkampf.
Grundgesetz und Verfassung
Ich halte das Grundgesetz für eine der schlanksten und aussagekräftigsten Rechtsschriften der Welt. Ähnlich der zehn Gebote, werden hehre gesellschaftliche Ziele gebündelt manifestiert und so der Grundstein für eine funktionierende Demokratie gelegt. Gerade nach dem zweiten Weltkrieg waren die verfassten Gesetzestexte ein Meilenstein für Deutschland. Im Grundgesetz finden sich die elementarsten Regeln auf eleganteste Weise auf den Punkt gebracht. Ich stehe zu seiner Unantastbarkeit und verfechte seine Wertigkeit. Jede schlecht durchdachte Veränderung oder Erweiterung verwässert den hohen Wert nur. Der Sinn und Effekt der geforderten Änderung ist lediglich symbolisch und ohne Tragweite und allein dadurch Ballast für die Texte. Jede Urzeile bezieht sich konkret auf anwendbare und einklagbare Grundrechte - das muss so bleiben.
Zudem die Amtssprache schon quo Gesetz als Deutsch definiert wurde.
Zuwanderung und Integration
Das eigentliche Problem, was sich aus der aktuellen hitzig geführten Debatte ablesen lässt, ist das Resultat einer unausgewaogenen Zuwanderungspolitik. Dort wo Integration nicht stattfand kollidieren verschiedene Wertsysteme. Fehlende Deutschkenntnis ist nur ein Teilaspekt und gleichzeitig Ursache und Wirkung. Dieser Problemstellung muss sich von höchster Ebene angenommen werden, seitens der Politik ebenso wie direkt aus der Gesellschaft und Wirtschaft. Die Situation ist unumkehrbar, mit derzeit um die 19% Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund, hilft kein Ausschweigen oder populistische Ausweisungsforderungen. Vielmehr muss die gesamte Gesellschaft unter Einbezug der Zugewanderten ein System entwickeln, welches ein friedliches Zusammenleben garantiert. Ein System in dem keine kulturelle Entwurzelung, wohl aber gegenseitiger Respekt Voraussetzung ist, ebenso die Durchsetzung deutscher Gesetze. Die nötigen Schnittstellen sind auf allen Seiten vorhanden, aufgeklärte Respektpersonen sind auch mit Migrationshintergrund existent. Diese Chancen gilt es zu nutzen, die Sprachproblematik wird sich von allein erledigen. Das Urbedürfnis eines jeden Menschen ist es seine Umwelt zu verstehen und sich gleichzeitig verständigen zu können. Ghettoisierung und Rückzug ist kein Zeichen von Stärke und Ignoranz, eher als Notwehr zu werten. Nur zu gern zitiere ich einen türkischen Forumsteilnehmer bei Spiegel online:" Man kann eine Hand nur annehmen, wenn sie auch gereicht wird."
Deutsche Sprache und Kultur
Ich liebe meine Muttersprache mit all ihren Möglichkeiten, die sie mir offeriert. Sie taugt dazu, jegliche Sachverhalte auf tausende Weisen wiederzugeben und ist wie ein Spielzeug mit dem man sich immer neu ausprobieren kann. Größte Werke wurden und werden auf deutsch verfasst. Die Sprache der Romantiker hat Freunde weltweit und besitzt die stärksten Werbemittel: Charismaten, die sie verwenden oder verwendeten. Den laxen Umgang an mancher Stelle kann ich verzeihen, nicht aber sprachliche Missgeburten, die schwache Inhalte aufwerten sollen. Schlechtes deutsch mit lächerlichem Englisch zu paaren ist grotesker Unfug und beleidigt meine Ohren. Zusätzlich grenzt dieser Sprachgebrauch eine Vielzahl von Adressaten aus. So achte ich auf spannenden Einsatz von deutsch, auch unter Einbezug von Lokalkolorit und Slang, veredelt mit selten gebrauchtem Wortwerkzeug. Nebenbei tue ich alles dafür meine englischen Sprachkenntnisse auszubauen und spanisch zu erlernen. Sprache ist mein Schlüssel zu fremden Menschen.
Um die deutsche Sprache muss man sich keine Sorgen machen - Qualität setzt sich durch.
Die deutsche Kultur nach allgemeinem Verständnis (Oktoberfest, Karneval, Ostermarsch) ist weniger meins, dennoch kann ich mit ihrer Zelebration leben. Deutsche Kultur ist für mich aber auch Konsensfähigkeit, Friedenspolitik, Minderheitenschutz, Sozialstaat, Küchenkünste, Ingenieurskunst, Umweltschutz, Kunst und Kultur und noch so viel mehr. Das alles trägt sich um die Welt, findet etliche Bewunderer und Nachahmer. Diese Kultur wird global immer ihre Berechtigung finden - zum Glück auch ohne Grundgesetzänderung. Der deutschen Sprache wird es nicht anders gehen.
fehlgeleitete Diskussion
Was mich erzürnt ist offensichtlich. Die oben benannten Probleme werden auf dem Rücken der Sprachdebatte ereifernd benannt. Laut pöbelnd wird sich in Verallgemeinerungen übertroffen und Minderheiten vermengt. Die übliche Taktik der Sündenbockinstallation greift eben in jeder Krise. Die Stimmung ist gereizt und die islamischen Fundamentalisten haben ein Ziel ganz ohne Mühe erreicht: Wir haben Angst. Angst vor der muslimischen Bedrohung, deren einziges Ziel ist uns auszuradieren und die Welt dem Islam unterzujochen. Ich will an dieser Stelle die Angst nicht bewerten...dass im Rahmen der Grundgesetzänderung die Diskussion abscheift spricht Bände. 20% der Bevölkerung werden auf die Türken reduziert und die Türken als homogene Masse angesehen. Diese Masse macht sich breit in unserer Heimat, lebt ihren Islam aus dem Untergrund heraus und spricht kein deutsch.
Sämtliche Fakten dieser Welt können diesen Tunnelblick nicht öffnen, während aber der taktische CDU-Einwurf endlich wieder deutsches Rückgrat stärkt. Der Stammtisch lässt grüßen. Und an dieser Stelle bin ich froh, dass Ottonormalmensch nur wählen, aber nicht entscheiden darf und für Grundgesetzänderungen Mehrheiten notwendig sind. Im Zweifel gibt es ja noch das Bundesverfassungsgericht.
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Dienstag, 2. Dezember 2008
Stolz auf mein Vaterland - in Deutschland spricht man deutsch
Lang genug haben uns anatolische Minderheiten auf der Nase herumgetanzt. Muslime führen sich hierzulande ja schon auf, als gälte die Scharia. Deutschland hat sich lang genug versteckt. In einigen Ecken Deutschlands denkt man ja man sei in Kasachstan oder Istanbul....
Nicht erschrecken, ich zitiere höchst unvollständig aus Beiträgen im Spiegel-Online-Forum zum Vorstoß seitens der CDU, ein Bekenntnis zur deutschen Sprache im Grundgesetz zu verankern. Ich schreibe dem Spiegel eine mehrheitlich aufgeklärte Leserschaft zu und weiß um den liberalen Geist der in der deutschen Gesellschaft manifstiert ist. Dennoch erschrickt mich die Vehemenz, mit der seit ca. 2005 für ein neues deutsches Nationalbewusstsein geradegestanden wird.
Offensichtlich umtreibt eine unerklärliche Angst einen Großteil der Gesellschaft. Angst vor Fremde, vor kultureller Entwurzelung, vor Gewalt und Kriminalität. Da passt ein schwarzhaariger Sündenbock, der Anatole, nur zu gut ins Konzept. Unbestritten gibt es in Deutschland gewaltige und stetig wachsende Probleme mit Kulturunterschieden. Diese werden durch den Zuzug weiterer "Nichtdeutscher" nicht weniger. Durch unsere geografische Lage im Herzen Europas und unsere Teilnahme an der Globalisierung lässt sich die Zeit allerdings nicht zurückdrehen. Wir sind ein Viel-Kulturen-Land, mit Platz für Minderheiten und allen zugehörigen Problemen - auch mit den brisanten, heftigen und gewalttätigen Problemen. Die Ängste sind berechtigt, lassen sich aber durch keinen einzigen Durchsetzungsversuch einer deutschen Leitkultur beheben. Eingliederung und friedliches Miteinander funktioniert nur durch Chancen und Perspektive, durch Freiwilligkeit und Fortschritt.
Eine Veränderung des Grundgesetzes brächte keine Umkehr der Verhältnisse mit sich, wohl aber Kosten und unnötigen Streit. Massnahmen zu Sprachförderung in Problembezirken auch unter Einbezug der Frauen kostet auch, bringt aber spürbare Veränderung und weniger Abgrenzung. Wer sich der deutschen Kultur verweigert, die Sprache boykottiert, Gesetze missachtet, wird nicht auf einmal durch eine Grundgesetzänderung anfangen deutsch zu sprechen. Die Forenbeiträge zeigen allerdings mit absoluter Deutlichkeit, dass alle Beteiligten einen Berg Hausaufgaben vor sich haben, bis unsere heterogene Gesellschaft ohne Aus- und Abgrenzung funktioniert.
Keine Frage, ich liebe die deutsche Sprache, bin Verächter von aufgesetztem Anglizismus um Wichtigkeit vorzutäuschen. Ich liebe es die Möglichkeiten meiner Muttersprache auszuschöpfen, deren Grenzen auszuloten und mit ihr zu spielen. Ich erfreue mich an dem Ist-Zustand von Deutsch als Kommunikationsinstrument und weiß über die vielen Wandel, die diese Sprache vollzogen hat. Von Lautverschiebung und Dialektik, hin zu Adoption vieler Fremdworte bis zur Derbheit von Slang, Jugendsprache und Vermengung all dieser Optionen.
Wie deutsch ist deutsch erfragt sich am Besten unter Reisenden, die Schuldeutsch mitbringen und sich in Sachsen, Bayern oder Friesland verständigen wollen. Es gibt nicht ein, sondern viele deutsch. Regionale und Altersunterschiede und immer auch als Instrument via Sprachcode Gruppenzugehörigkeit zu formulieren. Nicht umsonst hat sich in verschiedensten "Problembezirken" die Kanaksprak oder sonstiger Kauderwelsch entwickelt. Die deutsche Sprache lebt und bleibt so auch immer Zeitzeuge der nationalen Historie. Die aktuelle Unzufriedenheit "Überfremdeter" ist zugleich die Ignoranz über das Zustandekommen der jetzt so schützenswerten Sprache. Jüdische, französische, griechische, technische, lateinische, Englische Worte durchtränken unseren Duden völlig zu Recht.
Deutschland lässt sich schwer definieren, türkische Wurzeln sind in jedem Fall mittlerweile auch ein Teil unserer knorrigen teutonischen Eiche - Unumkehrbar. Ich persönlich fühle mich auf St.Pauli heimischer, als in Garmisch-Patenkirchen oder Cottbus. Aber das alles ist Deutschland ein buntes liebenswertes Land. Unsere größte Aufgabe ist es problematischen Minderheiten diesen Wert zu vermitteln - durch Chancen und legitimierte Anwendung deutscher Gesetze. Für ein großes Wir-Gefühl braucht es aber keine Quotenregelung im Radio oder Grundgesetzänderung. Dadurch entsteht ein völlig falscher Eindruck, nämlich der von Schwäche und fehlendem Selbstverständnis bzw. Souveränität.
Die Welt liebt Deutschland, zu Recht. Wir sind ein progressives weltoffenes Land, friedfertig und konsensfähig und zugleich mächtig und relevant. Die geschmähten und unbestritten existenten Ignoranten auch hier in der Bundesrepublik stellen, wider ihre Medienpräsenz nur eine Minderheit der Minderheit. Auch übermorgen gibt es beim Bäcker Brötchen, Semmeln, Rundstücke, Schrippen und vielleicht auch (sehr minderwertiges) Fladenbrot. Wer 2006 zur WM aufgepasst hat, dem werden fanatisch jubelnde "Türken"-Massen in Schwarzrotgold gewandt nicht entgangen sein. Die haben ihre aktuelle Heimat zahlreich angefeuert - unsere Nationalmannschaft mit deutschen Spielern, wie Nowotny, Neuville, Asamoah, Borowski, Podolski, Odonkor und einigen "urdeutschen" Namen. Deutschland lebt und verändert sich, wie in allen Jahrhunderten zuvor.
Und das ist gut so!!!
Nicht erschrecken, ich zitiere höchst unvollständig aus Beiträgen im Spiegel-Online-Forum zum Vorstoß seitens der CDU, ein Bekenntnis zur deutschen Sprache im Grundgesetz zu verankern. Ich schreibe dem Spiegel eine mehrheitlich aufgeklärte Leserschaft zu und weiß um den liberalen Geist der in der deutschen Gesellschaft manifstiert ist. Dennoch erschrickt mich die Vehemenz, mit der seit ca. 2005 für ein neues deutsches Nationalbewusstsein geradegestanden wird.
Offensichtlich umtreibt eine unerklärliche Angst einen Großteil der Gesellschaft. Angst vor Fremde, vor kultureller Entwurzelung, vor Gewalt und Kriminalität. Da passt ein schwarzhaariger Sündenbock, der Anatole, nur zu gut ins Konzept. Unbestritten gibt es in Deutschland gewaltige und stetig wachsende Probleme mit Kulturunterschieden. Diese werden durch den Zuzug weiterer "Nichtdeutscher" nicht weniger. Durch unsere geografische Lage im Herzen Europas und unsere Teilnahme an der Globalisierung lässt sich die Zeit allerdings nicht zurückdrehen. Wir sind ein Viel-Kulturen-Land, mit Platz für Minderheiten und allen zugehörigen Problemen - auch mit den brisanten, heftigen und gewalttätigen Problemen. Die Ängste sind berechtigt, lassen sich aber durch keinen einzigen Durchsetzungsversuch einer deutschen Leitkultur beheben. Eingliederung und friedliches Miteinander funktioniert nur durch Chancen und Perspektive, durch Freiwilligkeit und Fortschritt.
Eine Veränderung des Grundgesetzes brächte keine Umkehr der Verhältnisse mit sich, wohl aber Kosten und unnötigen Streit. Massnahmen zu Sprachförderung in Problembezirken auch unter Einbezug der Frauen kostet auch, bringt aber spürbare Veränderung und weniger Abgrenzung. Wer sich der deutschen Kultur verweigert, die Sprache boykottiert, Gesetze missachtet, wird nicht auf einmal durch eine Grundgesetzänderung anfangen deutsch zu sprechen. Die Forenbeiträge zeigen allerdings mit absoluter Deutlichkeit, dass alle Beteiligten einen Berg Hausaufgaben vor sich haben, bis unsere heterogene Gesellschaft ohne Aus- und Abgrenzung funktioniert.
Keine Frage, ich liebe die deutsche Sprache, bin Verächter von aufgesetztem Anglizismus um Wichtigkeit vorzutäuschen. Ich liebe es die Möglichkeiten meiner Muttersprache auszuschöpfen, deren Grenzen auszuloten und mit ihr zu spielen. Ich erfreue mich an dem Ist-Zustand von Deutsch als Kommunikationsinstrument und weiß über die vielen Wandel, die diese Sprache vollzogen hat. Von Lautverschiebung und Dialektik, hin zu Adoption vieler Fremdworte bis zur Derbheit von Slang, Jugendsprache und Vermengung all dieser Optionen.
Wie deutsch ist deutsch erfragt sich am Besten unter Reisenden, die Schuldeutsch mitbringen und sich in Sachsen, Bayern oder Friesland verständigen wollen. Es gibt nicht ein, sondern viele deutsch. Regionale und Altersunterschiede und immer auch als Instrument via Sprachcode Gruppenzugehörigkeit zu formulieren. Nicht umsonst hat sich in verschiedensten "Problembezirken" die Kanaksprak oder sonstiger Kauderwelsch entwickelt. Die deutsche Sprache lebt und bleibt so auch immer Zeitzeuge der nationalen Historie. Die aktuelle Unzufriedenheit "Überfremdeter" ist zugleich die Ignoranz über das Zustandekommen der jetzt so schützenswerten Sprache. Jüdische, französische, griechische, technische, lateinische, Englische Worte durchtränken unseren Duden völlig zu Recht.
Deutschland lässt sich schwer definieren, türkische Wurzeln sind in jedem Fall mittlerweile auch ein Teil unserer knorrigen teutonischen Eiche - Unumkehrbar. Ich persönlich fühle mich auf St.Pauli heimischer, als in Garmisch-Patenkirchen oder Cottbus. Aber das alles ist Deutschland ein buntes liebenswertes Land. Unsere größte Aufgabe ist es problematischen Minderheiten diesen Wert zu vermitteln - durch Chancen und legitimierte Anwendung deutscher Gesetze. Für ein großes Wir-Gefühl braucht es aber keine Quotenregelung im Radio oder Grundgesetzänderung. Dadurch entsteht ein völlig falscher Eindruck, nämlich der von Schwäche und fehlendem Selbstverständnis bzw. Souveränität.
Die Welt liebt Deutschland, zu Recht. Wir sind ein progressives weltoffenes Land, friedfertig und konsensfähig und zugleich mächtig und relevant. Die geschmähten und unbestritten existenten Ignoranten auch hier in der Bundesrepublik stellen, wider ihre Medienpräsenz nur eine Minderheit der Minderheit. Auch übermorgen gibt es beim Bäcker Brötchen, Semmeln, Rundstücke, Schrippen und vielleicht auch (sehr minderwertiges) Fladenbrot. Wer 2006 zur WM aufgepasst hat, dem werden fanatisch jubelnde "Türken"-Massen in Schwarzrotgold gewandt nicht entgangen sein. Die haben ihre aktuelle Heimat zahlreich angefeuert - unsere Nationalmannschaft mit deutschen Spielern, wie Nowotny, Neuville, Asamoah, Borowski, Podolski, Odonkor und einigen "urdeutschen" Namen. Deutschland lebt und verändert sich, wie in allen Jahrhunderten zuvor.
Und das ist gut so!!!
Montag, 1. Dezember 2008
Einigkeit und Recht und Jammertal
Jammern, das Suhlen im Selbstmitleid unter Einbezug der größtmöglichen Menge an Adressaten, ist und bleibt eine deutsche Urtugend. Besonders gern wird diese Aktivität auf besonders hohem Niveau zelebriert, so auch akut, die ineinandergreifenden Krisen betreffend. Vielleicht ist es diese Charaktereigenschaft welche uns zum Krisenmeister macht. Im Laufe seiner kurzen demokratischen Geschichte konnte Deutschland schon diverse Tiefschläge kompensieren und auch gigantische Krisen meistern. Selbst historisch bedungene Kosten, wie die Wiedervereinigung, haben zwar einiges an Enthaltsamkeit gefordert, wurden aber nachhaltig gestemmt. Vom Wiederaufbau und Reparationskosten (mit Hilfe alliierter Mächte), über ehemals großzügige Asylpolitik, diverse Naturkatastrophen bis hin zu Entwicklungshilfe und Wiedervereinigung gab es kein Jahrzent, in dem nicht mehrere unlösbare Aufgaben zu bewältigen waren. Und jetzt soll ausgerechnet die Bankenkrise uns das Genick brechen?
Die deutsche Gesellschaft, welche ich an dieser Stelle keineswegs glorifizieren will, hat gerade in Krisenjahren gezeigt wozu sie in der Lage ist. Nicht umsonst stehen wir trotz aller politischen Irrwege, dennoch in allen relevanten Belangen im guten Mittelfeld oder belegen sogar Spitzenpositionen. Anders als Italien, England oder die großen Helden USA sind unsere Probleme überschaubar, lösbar und vor allem vereinbar mit einem Hauch Sozialstaat. Oblgeich diverse Verbesserungsmöglichkeiten bestehen und einiges schiefläuft, funktioniert doch eine Menge mehr recht als schlecht. Wenn man die beschaulichen Bodenschätze und Ressourcen berücksichtigt und unsere bescheidenen Möglichkeiten in der Landwirtschaft einbezieht, muss man sagen, dass das Potential gut ausgeschöpft wird. Selbst die Schattenseiten der Globalisierung bringen mitsamt ihren Risiken und Gefahren doch auch jede Menge Chancen mit sich. Ich sehe nicht schwarz höchsten hellgrau und ich bin motiviert meinen Teil zum Vortrieb weiter zu leisten.
Die deutsche Gesellschaft, welche ich an dieser Stelle keineswegs glorifizieren will, hat gerade in Krisenjahren gezeigt wozu sie in der Lage ist. Nicht umsonst stehen wir trotz aller politischen Irrwege, dennoch in allen relevanten Belangen im guten Mittelfeld oder belegen sogar Spitzenpositionen. Anders als Italien, England oder die großen Helden USA sind unsere Probleme überschaubar, lösbar und vor allem vereinbar mit einem Hauch Sozialstaat. Oblgeich diverse Verbesserungsmöglichkeiten bestehen und einiges schiefläuft, funktioniert doch eine Menge mehr recht als schlecht. Wenn man die beschaulichen Bodenschätze und Ressourcen berücksichtigt und unsere bescheidenen Möglichkeiten in der Landwirtschaft einbezieht, muss man sagen, dass das Potential gut ausgeschöpft wird. Selbst die Schattenseiten der Globalisierung bringen mitsamt ihren Risiken und Gefahren doch auch jede Menge Chancen mit sich. Ich sehe nicht schwarz höchsten hellgrau und ich bin motiviert meinen Teil zum Vortrieb weiter zu leisten.
Samstag, 7. Juni 2008
DAS wahre Fan-Trikot - Tschland geht auch positiv UND Stylo
Ja ich freue mich, den Entwurf meiner Freunde aus Altona zu präsentieren. Le Trikot von ZWOGEE. Die Jungs bietens eigentlich nur in ihrem Ladengeschäft an, aber vielleicht könnt ihr sie ja auch per Mail überzeugen ;) und so gibt es tatsächlich das ERSTE Bild in meinem Blog. Aber ist ja EM, schluss mit Prinzipienreiterei und Purismus...


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Freitag, 6. Juni 2008
Warum ich Cristiano Ronaldo liebe und Michael Ballack hasse...
Tschlaaaaand...Gegröle ist sicher nicht der Ursprung der Verlockung für mein Dasein als Fussball-Fan. Tatsächlich gibt es wenig gehypte Begebenheiten, welche Euphorie meinerseits entfachen. Aber rollt der Ball, dürstet es mich nach Gerstenbräu in kalt und Gepöbel in heiß. Und natürlich fieber ich mit der deutschen Mannschaft, auch ohne Wimpel am Auto und schwarzrotgoldener Vollausstattung. Vielmehr bin ich dogmenfreier Fussballästhet und anerkenne Fremdleistungen über Grenzen hinweg.
Und deswegen liebe ich Cristiano Ronaldo, manch pikiertem Naserümpfen zum Trotz. Cristiano, die wohl weltbeste Fussballdiva momentan hat es mir mehr als angetan. Seine Arroganz schreckt mich genauso wenig, wie seine Naivität und Egomanie. Ich empfinde es als Ehre zusehen zu dürfen, wie er seine Liebe zum Ball zelebriert. Und entgegen aller TV-Pöbler verzeihe ich jede von Ronaldos Extravaganzen. Wozu soll er passen, wenn es die Möglichkeit gibt fünf Gegenspieler auszutänzeln und sich nur zwecks Siegtor vom Ball zu trennen. Dieser Wicht mit der Optik eines portugiesischen Vorstadtproleten, der Klischeefrisur schlechthin und dem theatralischen Hang ist der wahre Chef-Entertainer im Fusbbalolymp. Niemand polarisiert mehr, niemand ist verhasster und weckt mehr Neid und Missgunst und dennoch flaniert er übers Grün, mit Ball-Abonnement und graziler Arroganz wie kein Zweiter.
Cristiano Ronaldo ist lächerliche 23 Jahre alt und hat vor Millionenkulisse mehr erreicht, als manch überbewerteter und überbezahlter Superstar. Gellende Pfeifkonzerte steigern seine Leistungen, wie sonst nur Oli Kahn. Und selbst am schlechtesten seiner Tage, wäre jeder Bundesligaklub froh über solch Qualitäten. Mit Sicherheit hat er seiner Fussballkarriere keine Akademiker-Karriere geopfert und wird auch niemals mit weltbewegender Philosophie glänzen. Als Brikett im Fussballwahn wird er schonungslos verheizt. Aber niemand lodert dabei ansehnlicher.
Mit einem anderen Chromosomenpaar ausgestattet, wäre ich sicher seine Lieblingsstalkerin und hätte ein Zimmer voller Starschnitte und Zeitungsausschnitte. So bleibt mir aber die Gewissheit, Cristiano Ronaldos Fähigkeiten noch knappe 10 Jahre bewundern zu dürfen und zu verfolgen, wie derweil ein Pelé oder Maradonna einfach verblassen. Gibt es einen Fussballgott, eine Lichtgestalt, einen Soccermessias, so spielt er noch für Manchester.
Unser Starspieler allerdings, national abgefeiert und über Maß zelebriert, sorgt für angewidertes Sodbrennen. Was der Portugiese zu Recht an Arroganz und Egoismus auslebt, wirkt bei uns Michi leider immer eher bescheiden. Der Mann der den Ball im Namen trägt und so für manche Boulevard-Schlagzeile gut ist, glänzt. Allerdings nur durch seine pomadige 80er-Jahre Frisur. Eine Frisur, die manch Vorstadt-Eiscafé-Besitzer mit italienischen Wurzeln zu peinlich wäre - Michael Ballack trägt sie.
Es war das Quasi-Sommermärchen. Ich teilte meinen Zuschauerplatz mit etlichen hundert Fans und musste ungläubige Blicke und beleidigte Kommentare abperlen lassen, ob meiner Kritik an Germanys Wunderkind. Mit egoistischen Fehltritten und Profilneurose hat dieser Rekord-Zweitplatzierte einen deutschen WM-Titel verhindert. Diejenigen, die es mir damals nicht glauben wollten konnte ich mittlerweile mit Wiederholungen und Zeitlupen von meiner Einschätzung überzeugen. Wieviele Torschüsse aus wenig aussichtsreicher Position Ballack großzügig ins Toraus bugsierte ist unzählbar. Die freistehenden Mitstreiter werden mir beipflichten: Wir waren dichter am Titel, als Michael Ballack glauben machte.
Einzegänge egoistischer Natur verzeihe ich, aber nur Genies, die so etwas mit Erfolg krönen. Deutschland hatte solche Kaliber. Sie hießen Basler, Scholl und Effenberg. Fussstapfen die für den lieben Michael leider auf ewig zu groß sein werden. Aus diesem Grund möge er sich bitte den Fingernagel brechen oder nen Pickel auf der Stirn haben und sein WM-Aus einläuten. Ohne diesen Badewannenkapitän hat Deutschland reele Chancen auf den Titel.
Und nun hasst mich....
Und deswegen liebe ich Cristiano Ronaldo, manch pikiertem Naserümpfen zum Trotz. Cristiano, die wohl weltbeste Fussballdiva momentan hat es mir mehr als angetan. Seine Arroganz schreckt mich genauso wenig, wie seine Naivität und Egomanie. Ich empfinde es als Ehre zusehen zu dürfen, wie er seine Liebe zum Ball zelebriert. Und entgegen aller TV-Pöbler verzeihe ich jede von Ronaldos Extravaganzen. Wozu soll er passen, wenn es die Möglichkeit gibt fünf Gegenspieler auszutänzeln und sich nur zwecks Siegtor vom Ball zu trennen. Dieser Wicht mit der Optik eines portugiesischen Vorstadtproleten, der Klischeefrisur schlechthin und dem theatralischen Hang ist der wahre Chef-Entertainer im Fusbbalolymp. Niemand polarisiert mehr, niemand ist verhasster und weckt mehr Neid und Missgunst und dennoch flaniert er übers Grün, mit Ball-Abonnement und graziler Arroganz wie kein Zweiter.
Cristiano Ronaldo ist lächerliche 23 Jahre alt und hat vor Millionenkulisse mehr erreicht, als manch überbewerteter und überbezahlter Superstar. Gellende Pfeifkonzerte steigern seine Leistungen, wie sonst nur Oli Kahn. Und selbst am schlechtesten seiner Tage, wäre jeder Bundesligaklub froh über solch Qualitäten. Mit Sicherheit hat er seiner Fussballkarriere keine Akademiker-Karriere geopfert und wird auch niemals mit weltbewegender Philosophie glänzen. Als Brikett im Fussballwahn wird er schonungslos verheizt. Aber niemand lodert dabei ansehnlicher.
Mit einem anderen Chromosomenpaar ausgestattet, wäre ich sicher seine Lieblingsstalkerin und hätte ein Zimmer voller Starschnitte und Zeitungsausschnitte. So bleibt mir aber die Gewissheit, Cristiano Ronaldos Fähigkeiten noch knappe 10 Jahre bewundern zu dürfen und zu verfolgen, wie derweil ein Pelé oder Maradonna einfach verblassen. Gibt es einen Fussballgott, eine Lichtgestalt, einen Soccermessias, so spielt er noch für Manchester.
Unser Starspieler allerdings, national abgefeiert und über Maß zelebriert, sorgt für angewidertes Sodbrennen. Was der Portugiese zu Recht an Arroganz und Egoismus auslebt, wirkt bei uns Michi leider immer eher bescheiden. Der Mann der den Ball im Namen trägt und so für manche Boulevard-Schlagzeile gut ist, glänzt. Allerdings nur durch seine pomadige 80er-Jahre Frisur. Eine Frisur, die manch Vorstadt-Eiscafé-Besitzer mit italienischen Wurzeln zu peinlich wäre - Michael Ballack trägt sie.
Es war das Quasi-Sommermärchen. Ich teilte meinen Zuschauerplatz mit etlichen hundert Fans und musste ungläubige Blicke und beleidigte Kommentare abperlen lassen, ob meiner Kritik an Germanys Wunderkind. Mit egoistischen Fehltritten und Profilneurose hat dieser Rekord-Zweitplatzierte einen deutschen WM-Titel verhindert. Diejenigen, die es mir damals nicht glauben wollten konnte ich mittlerweile mit Wiederholungen und Zeitlupen von meiner Einschätzung überzeugen. Wieviele Torschüsse aus wenig aussichtsreicher Position Ballack großzügig ins Toraus bugsierte ist unzählbar. Die freistehenden Mitstreiter werden mir beipflichten: Wir waren dichter am Titel, als Michael Ballack glauben machte.
Einzegänge egoistischer Natur verzeihe ich, aber nur Genies, die so etwas mit Erfolg krönen. Deutschland hatte solche Kaliber. Sie hießen Basler, Scholl und Effenberg. Fussstapfen die für den lieben Michael leider auf ewig zu groß sein werden. Aus diesem Grund möge er sich bitte den Fingernagel brechen oder nen Pickel auf der Stirn haben und sein WM-Aus einläuten. Ohne diesen Badewannenkapitän hat Deutschland reele Chancen auf den Titel.
Und nun hasst mich....
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Samstag, 29. März 2008
Grande Dame SPD - zurück nach vorn, die Macht steht dir gut und ein Kanzler ebenso
Hadernd musste ich diese Zeilen verfassen. Hadernd, weil ich als anonymer Autor apolitisch bleiben wollte. Werteorientiert und moralbewusst zwar, aber ohne Parteinahme. Nun schiebe ich diese Gedanken länger vor mir her. Hessen, wie auch Hamburg nötigen mich aber mehr und mehr, auch meine politische Sympathie zu bekunden und subjektiv ins Geschehen einzugreifen. Meine Antipathie für Roland Koch, ein schwarzes Bayern und meinen Bürgermeister von Beust, ist mittlerweile größer, als der Wunsch neutral zu bleiben. Gepöbel am Stammtisch liegt mir nicht, vielmehr fühle ich mich gerechter Realpolitik verbunden, wenngleich dies hochgekrempelte Ärmel und auch Einschnitte bedarf. Meine Meinung nach, liegt das Potential hierzu einzig allein auf Seiten der SPD.
Dem Stammleser meine Bitte: Verzeih diesen artfremden Post...er musste raus.
Verehrte SPD bzw. werte Entscheidungsträger.
Wir haben das Jahr 2008 und der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn ist momentan unsichtbar. Medienlandschaft, aber auch des Genossen Selbstsicht, grenzt an Suizid. Völlig grundlos oder es wird der Wald vor besagten Bäumen übersehen.
Da gibt es einerseits eine Volkspartei, namens SPD, die niedrige Prozentsätze akzeptieren muss, dies aber in einem Umfeld, wo jegliches bürgerliches Lager quasi schachmatt gesetzt ist. Andererseits hält eine zu Unrecht dominierende Union allerorts die Zügel in der Hand - an deren Spitze eine Kanzlerin, in eigener Partei recht einsam.
Anders als medial suggeriert, deutet sich hier eine der größten Chancen der Sozialdemokratie überhaupt an. Die heraufbeschworene Krise ist lediglich absolute Fehlinterpretation allerseits.
Wagen wir einen Perspektivwechsel:
1. Die SPD ist die einzige wirklich in der Mitte verhaftete Partei, mit Strahlkraft zum aufgeklärten Links. Modern, dem Menschen verbunden und progressiv, wie die letzten Regierungsjahre beweisen, wenngleich es oft verklärt dargestellt wurde.
2. Die Führungsrolle jenseits des bürgerlichen Lagers ist unstrittig und anantastbar.
3. Mit den Grünen und zuletzt der Linken, sind unrealistische, schwer lebbare, aber positiv behaftete Themen ausgelagert aber nach wie vor SPD-kompatibel. Die Union, als Gegenpart hat keinerlei erfolgsversprechende Option.
4. Wann, wenn nicht jetzt, ist der Moment gekommen, Mut zu beweisen und vermeintliche Gegner in die Pflicht, sprich: realpolitische Verantwortung zu nehmen? Einzig und allein auf diesem Wege, verliert eine Partei wie die Linke ihr Profil. Die SPD untermauert ihren Führungsanspruch und die eigene Stärke auch ein kompliziertes Wählervotum zu akzeptieren und nutzbar zu machen. Es ist kein Wortbruch, sondern Demut vorm Volk, solch Votum nicht nur zu akzeptieren sondern in aktive Politk umzusetzen.
5. Mit einer regierungsführenden SPD, wird sich die vermeintlich starke Union, samt Schwesterpartei auf Jahre selbst zerfleischen. Eine FDP, stärkt die Zweifel an ihrem letztlich verbliebenen Anführer. Einzig die SPD, zeigt sich fähig, nach den Spielregeln der Demokratie, zur rechten Zeit das Führungstor zu erzielen und zu halten.
6. Der Moment ist heilig. Zwingend zu unterbindende Schwarz-Grüne Experimente, machen die SPD exklusiv zur finalen Regierungsoption. Sie kann mit allen demokratisch gewählten Parteien, mit sozialdemokratischem Stempel und vor allem in Einklang mit Zukunftsgewandheit und temporären Ängsten der Wähler, regieren.
7. Die gewonnene Zeit und der politische Fingerabdruck profiliert eine SPD der demokratischen Mehrheit und manifestiert sie als feste Größe. Hierbei bleiben höhere Prozente in Schwarz gänzlich unerheblich, spiegeln sie nur noch den Wunsch nach einer starken bürgerlichen Opposition wieder.
8. Aktuell wäre aufrichtige Offensive bodenbereitend für eine sozialdemokratische Zukunft. In Bund und Ländern klar kommunizierter Richtungswechsel bzw. Kurskorrektur in Richtung reformbehafteter Gerechtigkeit unter SPD-Führung, zermürbt aufkeimende linke Kräfte in Realpolitik und den nötigen ökologischen Aspekt durch die Grünen tragt ihr einfach mit.
9. Keine Partei ist besser aufgestellt. Beratende Reanimation der alten, immer noch sympathiebehafteten, Riege gepaart mit der Attraktivität aufstrebender Frischlinge, geboren aus einem Umfeld der Krise - die SPD wäre aufrichtig und Respekt einflößend neuformiert.
10. Die Sehnsucht nach Macht auch links von euch, lässt eine Menge saurer Äpfel dererseits zu. Soziale Zugeständnisse eurerseits erlaubt die Weltkonjunktur und die Sehnsucht nach gesellschaftsübergreifender Gerechtigkeit, lässt Einschnitte zu. Eure Wahlergebnisse gerade unterhalb der 50-Jährigen sprechen eine klare Sprache.
Heut könnt ihr Geschichte machen und zwar über Dekaden - Wohlwollend unterstützt von denjenigen, die dieses Land am Leben halten: Angestellte und Mittelständler zwischen 16 und 50. Der Trend ist auf eurer Seite, die Zeit ist reif für Einschnitte versus Gerechtigkeit. Ihr könnt maßgeblicher Motor sein.
Große Koalition, Feigheit vor Oskar und Schwarz-Grüne Bündnisse aber können euch wirklich nach hinten werfen. Da bringt egal welcher Kanzlerkandidat keine Regierung in Sichtweite.
Bleibt wählbar für mich und mein Netzwerk und zeigt endlich Nehmerqualitäten, der letzte Gong hat noch lang nicht geschlagen - Die Zukunft will SPD.
Zu 9.:
Um so ein Dreamteam aus Erfahrung, Kompetenz, Innovation, Volksverbundenheit und internationaler Kontakte seid ihr nach wie vor zu beneiden.
Wo sonst finden heterogene Charaktere, wie Wowereit, Nahles, Schmidt, Eichel, Müntefering zu gemeinsamen Zielen. Aus dem Bauch heraus würde man auch Schröder, Beck und Struck nicht in die selbe Schublade stecken. Aber genau das macht euch wählbar!!!
Dem Stammleser meine Bitte: Verzeih diesen artfremden Post...er musste raus.
Verehrte SPD bzw. werte Entscheidungsträger.
Wir haben das Jahr 2008 und der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn ist momentan unsichtbar. Medienlandschaft, aber auch des Genossen Selbstsicht, grenzt an Suizid. Völlig grundlos oder es wird der Wald vor besagten Bäumen übersehen.
Da gibt es einerseits eine Volkspartei, namens SPD, die niedrige Prozentsätze akzeptieren muss, dies aber in einem Umfeld, wo jegliches bürgerliches Lager quasi schachmatt gesetzt ist. Andererseits hält eine zu Unrecht dominierende Union allerorts die Zügel in der Hand - an deren Spitze eine Kanzlerin, in eigener Partei recht einsam.
Anders als medial suggeriert, deutet sich hier eine der größten Chancen der Sozialdemokratie überhaupt an. Die heraufbeschworene Krise ist lediglich absolute Fehlinterpretation allerseits.
Wagen wir einen Perspektivwechsel:
1. Die SPD ist die einzige wirklich in der Mitte verhaftete Partei, mit Strahlkraft zum aufgeklärten Links. Modern, dem Menschen verbunden und progressiv, wie die letzten Regierungsjahre beweisen, wenngleich es oft verklärt dargestellt wurde.
2. Die Führungsrolle jenseits des bürgerlichen Lagers ist unstrittig und anantastbar.
3. Mit den Grünen und zuletzt der Linken, sind unrealistische, schwer lebbare, aber positiv behaftete Themen ausgelagert aber nach wie vor SPD-kompatibel. Die Union, als Gegenpart hat keinerlei erfolgsversprechende Option.
4. Wann, wenn nicht jetzt, ist der Moment gekommen, Mut zu beweisen und vermeintliche Gegner in die Pflicht, sprich: realpolitische Verantwortung zu nehmen? Einzig und allein auf diesem Wege, verliert eine Partei wie die Linke ihr Profil. Die SPD untermauert ihren Führungsanspruch und die eigene Stärke auch ein kompliziertes Wählervotum zu akzeptieren und nutzbar zu machen. Es ist kein Wortbruch, sondern Demut vorm Volk, solch Votum nicht nur zu akzeptieren sondern in aktive Politk umzusetzen.
5. Mit einer regierungsführenden SPD, wird sich die vermeintlich starke Union, samt Schwesterpartei auf Jahre selbst zerfleischen. Eine FDP, stärkt die Zweifel an ihrem letztlich verbliebenen Anführer. Einzig die SPD, zeigt sich fähig, nach den Spielregeln der Demokratie, zur rechten Zeit das Führungstor zu erzielen und zu halten.
6. Der Moment ist heilig. Zwingend zu unterbindende Schwarz-Grüne Experimente, machen die SPD exklusiv zur finalen Regierungsoption. Sie kann mit allen demokratisch gewählten Parteien, mit sozialdemokratischem Stempel und vor allem in Einklang mit Zukunftsgewandheit und temporären Ängsten der Wähler, regieren.
7. Die gewonnene Zeit und der politische Fingerabdruck profiliert eine SPD der demokratischen Mehrheit und manifestiert sie als feste Größe. Hierbei bleiben höhere Prozente in Schwarz gänzlich unerheblich, spiegeln sie nur noch den Wunsch nach einer starken bürgerlichen Opposition wieder.
8. Aktuell wäre aufrichtige Offensive bodenbereitend für eine sozialdemokratische Zukunft. In Bund und Ländern klar kommunizierter Richtungswechsel bzw. Kurskorrektur in Richtung reformbehafteter Gerechtigkeit unter SPD-Führung, zermürbt aufkeimende linke Kräfte in Realpolitik und den nötigen ökologischen Aspekt durch die Grünen tragt ihr einfach mit.
9. Keine Partei ist besser aufgestellt. Beratende Reanimation der alten, immer noch sympathiebehafteten, Riege gepaart mit der Attraktivität aufstrebender Frischlinge, geboren aus einem Umfeld der Krise - die SPD wäre aufrichtig und Respekt einflößend neuformiert.
10. Die Sehnsucht nach Macht auch links von euch, lässt eine Menge saurer Äpfel dererseits zu. Soziale Zugeständnisse eurerseits erlaubt die Weltkonjunktur und die Sehnsucht nach gesellschaftsübergreifender Gerechtigkeit, lässt Einschnitte zu. Eure Wahlergebnisse gerade unterhalb der 50-Jährigen sprechen eine klare Sprache.
Heut könnt ihr Geschichte machen und zwar über Dekaden - Wohlwollend unterstützt von denjenigen, die dieses Land am Leben halten: Angestellte und Mittelständler zwischen 16 und 50. Der Trend ist auf eurer Seite, die Zeit ist reif für Einschnitte versus Gerechtigkeit. Ihr könnt maßgeblicher Motor sein.
Große Koalition, Feigheit vor Oskar und Schwarz-Grüne Bündnisse aber können euch wirklich nach hinten werfen. Da bringt egal welcher Kanzlerkandidat keine Regierung in Sichtweite.
Bleibt wählbar für mich und mein Netzwerk und zeigt endlich Nehmerqualitäten, der letzte Gong hat noch lang nicht geschlagen - Die Zukunft will SPD.
Zu 9.:
Um so ein Dreamteam aus Erfahrung, Kompetenz, Innovation, Volksverbundenheit und internationaler Kontakte seid ihr nach wie vor zu beneiden.
Wo sonst finden heterogene Charaktere, wie Wowereit, Nahles, Schmidt, Eichel, Müntefering zu gemeinsamen Zielen. Aus dem Bauch heraus würde man auch Schröder, Beck und Struck nicht in die selbe Schublade stecken. Aber genau das macht euch wählbar!!!
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