Freitag, 13. März 2009

IKEA - Service für Anfänger


In Hamburg Schnelsen wuchert ein Prunkbau der Moderne krebsartig in die Weite Hamburger Ödnis. Schnellen Schrittes passiert man die plärrenden Kinder in der Ballkiste und angelt sich den ersten Fachmann in blaugelb. Tags zuvor, wollte man online eine bunte Bestellung aufgeben, welche einem gen Finale vermiest wird, weil zwei Teile nur vor Ort zu erstehen sind - z.B. in Hamburg Schnelsen. Der freundlich nuschelnde Mann am Infotresen versichert mir jedoch, dass meine Wunschliste nur Vorort im IKEA Moorfleet zu befriedigen ist.

Quälend schiebt man sein Gefährt durch den Hamburger Berufsverkehr in den charmantesten Stadtteil Hamburgs. Das Standard-Schranksystem "Pax" verschlägt uns in den zweiten Hamburger IKEA-Bunker. Freudig schlägt das Herz höher, bis man den Servicestand erreicht. Auf unserer Liste stehen 15 Artikelnummern, wir wollen Mühe sparen und den neuen Einkaufsservice nutzen - IKEA erledigt deinen Einkauf. Das Prozedere ist gelungene Bürokratie:

1. Listenerstellung und Bepreisung am Serviceschalter
2. Kassenschlange und anschließender Erwerb eines Geschenkgutscheins in Höhe des Warenwertes zuzüglich 25 Euro Servicepauschale.
3. Übergabe an die IKEA-Spedition
4. Warten
5. Einladen

Allein der Besuch in Moorfleet kostete zwei Stunden, von denen eine mit Warten in der Kantine überbrückt wurde - Lecker Kötbuller. Der Vorgang - an sich schon unnötig kompliziert - ließ sich mit Geschick in die Länge ziehen.
Zu dem STANDARD-Schranksystem werden keine Schubladen mehr hergestellt, diese sind somit nicht zu erwerben, anders als online oder im Katalog oder im Schauraum zu erkennen.
Dann ein kleiner Tumult, als ich meine Lieferadresse nennen muss. Ich bin ja Selbstabholer, es gibt keine. Aber ohne diese Adresse zu nennen rührt die Spedition keinen Finger. Das Prozedere wird mir ausführlich und unter Verzicht zeitintensiver Höflichkeit erklärt. Ich erfinde eine Adresse für IKEA, soll ja alles seine Richtigkeit haben.
An der Kasse greife ich mir einen schönen Gutschein mit Herz und übergebe diesen mitsamt der Bestellliste an einen der letzten Kassierer aus Fleisch und Blut (bei IKEA darf man jetzt selber scannen und kassieren). Der Einkaufsservice ist diesem natürlich unbekannt, somit war die lange Kassenschlange nicht die einzige Bremse beim Bezahlvorgang. Aber irgendwie klappt es.
Der verwaiste Schalter der Spedition beehrt mich nach 10 Minuten mit einem Mitarbeiter, welcher offensichtlich nicht informiert wurde, welche Dienstleistung dort angeboten wird. Mein größter Fehler war die Bezahlung der Servicepauschale an der Kasse. Ich muss weitere 25 Euro bezahlen, bekomme aber eine Gutschrift über diese Summe, die ich mir an der frisch beschlangten Kasse auszahlen lassen kann.
Nun darf ich 60 Minuten warten. Mein Hunger trifft auf die IKEA-Kantine - kein Gourmetfeuerwerk, aber brauchbar. Endlich bekomme ich meine Ware im Wert von 335 Euro und 270 Minuten Zeitaufwand - Ich liebe IKEA.

Der Vollständigkeit halber folgende Fragen:
1. Wieso ist die Durchschnittsgeschwindigkeit der IKEA-Kunden unterhalb der eines fusslahmen Igels?
2. Wieviele Trennungen glücklicher Paare fanden im Geschäft oder beim Autobeladen statt?
3. Wieviele Werbetexter sind für die "witzigen" Produktbezeichnungen verantwortlich?
4. Was sollen die DIY-Kassen, wenn das Personal nun nicht mehr kassiert, wohl aber kontrollieren muss?
5. Gibt es Egoshooter in IKEA-Optik?
6. Wieviel Lebenszeit verbringt ein weiblicher Großstadtmensch in IKEA?

Mittwoch, 11. März 2009

Tim aus Winnenden - Amoklauf macht Schule


Tragik und unbeschreibliches Leid fallen über schwäbische Beschaulichkeit her. Vier Stunden, sechzehn Opfer und etliche trauernd erstarrte Angehörige, fassen siebzehn gescheiterte Lebensjahre zusammen. Tim K. ein unsichtbarer Mensch ohne Halt verwandelt sich zum "Monster" - ein paar Momente Rampenlicht und Genugtuung und ein verblutetes Finale. Mitgefühl statt Zynismus gilt den Verbliebenen - Kraft das Geschehene zu erfassen und bewältigen.

Parallel überschlägt sich ein Medien- und Politikapparat mit hysterischen Lösungsansätzen. Zuerst geht die Schublade mit Horrorfilmen und Killerspielen, dann die Tür mit Waffengesetzen auf, dazu gelten neue polizeiliche Anweisungen des frühen Eingreifens, auch unter Inkaufnahme größerer Gefahren.

Frühes Eingreifen sollte das eigentliche Stichwort sein. Wieder einmal wird Ursache und Wirkung verwechselt. Ein 17-Jähriger Mensch - nicht voll schuldfähig - leistet sich übelste und gefährlichste Verfehlung, gipfelnd in Massenmord. Siebzehn Jahre, also minderjährig, da trägt die größte Verantwortung die Gesellschaft, also wir. Doch dieses Schuhwerk will niemandem passen, der Zeigefinger sehnt sich nach fernen Zielen.

Waffen, Killerspiele und Horrorfilme sind sicher keine Erziehungshelfer und nicht der beste Umgang für Heranwachsende, vor allem nicht für solche mit Persönlichkeitsstörung oder Selbstzweifel gepaart mit verletzten Gefühlen und Hass. Verbote allerdings hätten - gerade heutzutage - keinen positiven Effekt zur Folge. Die Waffe hätte er auch jetzt schon nicht nutzen dürfen und ein Blick auf deutschlands Bahnhöfe zeigt die Effektivität vom Verbot berauschender Substanzen. In den falschen Händen können sich die banalsten und legalen Dinge zum Supergau entwickeln.

Die Ursache jedoch kann nur viel früher liegen. Dies ist nicht der erste Amoklauf an einer Schule. Erstaunlicherweise gab es unter all den Tätern erstaunlich wenige Einserschüler, mit sozialer Anbindung, stabiler Umgebung und gesunder Eltern-Kind-Bindung.
Menschen mit sozialer Störung senden offensichtliche Signale, man muss sie sehen und sehen wollen und vor allem können. Dies ist keine Verurteilung des Elternhauses, von dem zu wenig bekannt ist, welches auch am wenigsten zu steuern wäre. Der Staat aber versäumt kontinuierlich seine Pflichten. Ereignisse wie heute, können nur Spitze des Eisbergs sein - einfache Fragestellung an direkt Involvierte an Schulen und Bildungseinrichtungen wird die eigentlichen Eismassen verdeutlichen.

Ein Staat im Sparzwang leistet sich seit Jahrzehnten kostenspielige Fehlinvestitionen, fernab sozialer Realität. Frontalunterricht als Massenveranstaltung durch ausgezehrte und überforderte Lehrkörper. Psychologisches Personal als Mangelware. Zeit- und Finanzfenster als prophylaktisches Instrument reichen niemals aus. Offensiv wird aus Kostengründen der Leistungsdruck erhöht. Verkürztes Abitur einerseits trifft auf Lehrstellenmangel andererseits. All dieser Missstand erdrückt junge Menschen just in der Phase höchster Verwirrung - ihrer Pubertät. Innerhalb einer gefühlskälteren Gesellschaft mit selten greifbarer Elternschaft ist eine Kompensation dieser Drohkulisse nicht immer möglich. Der Bildungshaushalt, der zumindest teilweise einspringen müsste, ist ähnlich vernachlässigt, wie manch verhaltensgestörtes Kind.

Bleibt nur ein positives Fazit: Zum Glück verführen diese Umstände nur die Wenigsten zum ultimativen Gegenschlag. Es ist Zeit eine Veränderung zum Guten herbeizuführen - Koste es was es wolle - Gerade jetzt - gerade in dieser Krise mit Finanzverbrennungsmotor in Höchstleistung.

Montag, 9. März 2009

Rettet die NPD

Nachdem die bösen Ausländer ihnen die Arbeitsplätze und Frauen klauen, die Evolution ihnen zwar kein Hirn stahl, wohl aber vorenthielt, wird den 200%-Deutschen nun auch noch ihre finanzielle Existenzberechtigung entzogen - die Parteienfinanzierung, zugebilligt von der Verfassung, welche sie zutiefst und aus vollem Arierherzen verabscheuen. Gute deutsche Wertarbeit zu leisten war ihr ehemaliger Schatzmeister nicht im Stande, auch Udo Voigt mit seinem Kraftakt zum Jahresende konnte leider nur Bilanzfehler, aber keine fristgerechte Abgabe des Rechenschaftsbericht 2007 gewährleisten. Nun steht der letzte Bataillon Deutschnationaler Einzeller mit dem Rückenmark zur Wand und bangt um seine Existenz, obgleich die NPD die letzte Rettung für Deutschland sein kann.

Nun legen alle Parteifunktionäre ihre grauen Zellen zusammen, um zumindest mit Dieter Bohlen konkurieren zu können. Zweck der "Intelligenzoffensive" ist die Rettung in letzter Minute. Die Rettung vor einem RECHTSstaat, dessen "rechts" leider ein anderes als das der NPD definiert. Doch der gemeinsame Strang bleibt unsichtbar. Interne Querelen, Machtkrämpfe und pubertäres, kahlrasiertes Fussvolk auf rufschädigenden Abwegen zehren an der Substanz. Soviel sabotierende V-Männer konnte der Geheimdienst gar nicht einschleusen. Erstaunt werden diese staatlich versorgten Informationsträger wahrnehmen, wie der politische Irrtum NPD sich nach nur 43 Jahren Lebenszeit selbst zerstört. Mit Chance krepiert das theoretische vierte Reich pünktlich und als Irrwitz der Geschichte am 20. April diesen Jahres. Der Führer würd es danken, so eine lahme Veranstaltung hätte er sofort ausradiert.

Nun kann es kein Zufall sein, dass NPD medizinisch für "Narcisstic Personality Disorder" oder für minderbemittelte Fremdsprachenverweigerer mit steifem rechten Arm: Narzistische Persönlichkeitsstörung steht. Wenn man sich die personifizierte Randgruppe Holger Apfel bei Tageslicht anschaut, stechen sofort einige offensichtliche Störungen ins Auge.

Wenn diese Gruppe mit ihrem menschenverachtenden Gedankengut nicht so bauernfängerisch gefährlich wäre, sollte man sie als provinzielle Freakshow subventionieren. Doch der Trend zeigt deutlich, Deutschlands Rechte wurde zuletzt viel zu übermütig - Ziel muss bleiben, sie gänzlich schachmatt zu setzen.

Ich sag Adé NPD, auch ohne Verbot...ihr seid nicht flüssig, aber über!!!

St. Pauli vs. Rostock - USP & Hools & Autonome & Polente

3:2 der Endspielstand, keine glorreiche Fussballkunst aber Kampf und Spannung auf dem Platz. Auch daneben, davor, dahinter und dazwischen knisternde Stimmung und Feuerwerk. Vakuumhirne mit Kahlrasur nutzen die Intelligenz von Neandertalern für unkontorllierte Eskalation und Wurfakrobatik - "Ich habe Feuer gemacht". Schon kurz nach Abpfiff lassen sich erste Videomitschnitte bei Youtube bewundern.

Rostocker Ankunft am Hauptbahnhof, BBQ zur Halbzeit und Feuerwerk nach Abpfiff, der Polizeieinsatz hat sich gelohnt - kein Beamter konnte sich langweilen. Gewaltbereite Rostocker mit stramm rechter Attitüde (wie sich in ihren Postings am großen "HA" bei HAnsa, lesen lässt) verpesten meine Heimat mit braunem Müll und die vielfach glorifizierten St. Pauli Fans glänzen mit ähnlich hirnverbrannter Minderheit. Diesmal zwar links und autonom orientiert, aber mit ähnlich krakelter Aggressionsstimmung und mittendrin mehrere Hundertschaften zu junger und überforderter Polizei-Robocops.

Wer dieses Spiel auf den Freitag legte, bewies wenig Ahnung und Weitsicht. Zu leiden hatten wohl in erster Linie diejenigen Fans, die des Spiels zuliebe ihren Weg ins Stadion fanden. Ich ahne, dass manch Familienvater bei nächster Gelegenheit den Nachwuchs zu Hause lässt und weniger nervenstarke Fans lieber zu Hause bleiben. Die Lust am Fussball wurde jedenfalls nicht nur auf dem Platz zerstört.

Werte USPs, ich will euch nicht pauschal verunglimpfen. Vielleicht macht es dennoch Sinn, die eigene Verantwortung und Möglichkeit zur Meinungssteuerung zu hinterfragen. Man kann auch mit völlig falschen Mitteln für "das Richtige" kämpfen. Der Slogan "Alle gegen Rostock" zeugt nicht von Sportsgeist und pure Eskalation, allein der Eskalation zuliebe schießt an jedem Ziel vorbei.
Ganz subjektiv zu leiden hab ich als "spießiger" Normalfan bei solchen Spielen auch und vor allem wegen des Alkoholverbots...Herzlichen Dank!!!

Dienstag, 3. März 2009

Prodigy - meine Jugendhelden sind zurück

Meine Jugend hat sich gen behäbigem Spießertum verabschiedet, ebenso wie die postergewordenen Heroen meiner Kinderzimmerwand. Nirvana können dank US-amerikanischer Waffengesetze keine Alben mehr produzieren, Guns ´n´ Roses scheitern wiederholt an Axel und seinem Sinn für Destruktion (und das jüngste Album...hmmm mau), die Beginner ruhen auf ihren Lorbeeren mit einem Jan der auf Wolke sieben schwebt...

ABER mit "Invaders must die" legen Prodigy meine Herzmuskel lahm, um sie sogleich wieder zu defilibrieren. Bamm auf die Fresse Beats treffen, Trommelfellmassage und Herzkasper-Sirenen. Mir wird ein Grinsen ins Gesicht getackert und fast vergesse ich meine morschen Knochen. Was hab ich gelacht über die rockenden Senioren von den Rolling Stones, um mich jetzt umso mehr an der Crossover-Punk-Bigbeat-Techno-Renaissance zu erfreuen und einen Trigami-verdächtigen Post samt Lobhudelei zu verfassen.

Keine Sorge, dieser Text kommt nach, der ersten käuflich erworbenen CD seit Ewigkeiten und hohen Dezibelzahlen in Dauerrepeat von Herzen. Ich freue mich schon, in den ersten Frühlingsstrahlen mit neuem Soundtrack die Landstrassen Deutschlands zu erobern...Danke Keith, Liam und Maxim: Prodigy ist und bleibt in meinen ewigen Top Ten.

Freitag, 27. Februar 2009

teAM 2009 - das CDU Brecheisenchen

Dank eines Kommentatoren mit mehr Fantasie als meiner, weiß ich nun wofür teAM2009 steht: te Angela Merkel 2009 - Großes Kino!!! "te" heißt italienisch "dich" und auf spanisch "dir", insofern also dich/dir Angela Merkel 2009, ich bin begeistert. Da werd ich mich schleunigst in der Community registrieren und mit tatkräftiger Unterstützung glänzen.

OK, was sollen die neuen "Online-Werkzeuge" unserer Volksparteien? Die Zielsetzung war sicherlich inspiriert vom Obama Feldzug, der online untermauert wurde. Die Realisation schmeckt allerdings eher nach Warschauer Pakt...Interaktion, freie Meinung und Eigeninitiative ist nicht nur nicht gewünscht sondern unterbunden. Insofern streiten zwei Parteien auf Augenhöhe um vielleicht 0,2% der Stimmen, zu mehr wird dieser Mäuseschritt gen Web 2.0 nicht taugen. Silversurfer haben ein mehr oder minder gefestigtes Wahlschema und kein Interesse an billiger Internetwerbung und die Telekiddies kommen Kringel lachend kaum zum Kreuze malen...mit dieser Art von Web 2.0 Infiltration beleidigt ihr deren Selbstverständnis nur.

Viel Geld um nichts also...Bleiben noch innovative Plakatkampagnen und Parteistände auf dem Wochenmarkt, während deutschlands Wahlvolk neidisch nach USA blickt...LAAAAANGWEILIG!!!

Donnerstag, 26. Februar 2009

CDU spielt im Internet

Glück gehabt liebe SPD, nachdem ich euch zuletzt hier, hier und hier so kritisieren musste, versenkt heute die CDU, in bester Honeß-Manier ihren Web 2.0 Elfmeter im Nachthimmel. Auch Merkel, Koch und Schäuble wollen nun mitmachen in der interaktiven neuen Webwelt. Dazu haben sie mit Kolle Rebbe und Shipyard, zwei renommierte Agenturen verpflichtet, die nicht für Langeweile und fehlende Innovation bekannt sind.
Das nun sichtbare Ergebnis aber lässt auf Beratungsresistenz und Mutlosigkeit schließen. Obama würde nicht einmal müde schmunzeln über soviel Piefigkeit. Natürlich bin ich mir bewusst, dass der klassische potentielle CDU-Wähler etwas konservativer ist, als ich und auch keine Experimente wünscht. Das sei akzeptiert, doch dann macht der Schritt zu Facebook, Twitter, FlickR, StudiVZ und Werkenntwen nur wenig Sinn und ganz im Ernst, der Youtube-Channel ist die wohl größte Fehlinterpretation dieses Google-Instruments.
Ein Web 2.0 Auftritt ist nicht allein durch ein Beta-Symbol im Logo oder etwas optischen Feinschliff durchgeführt. Ein Klick weiter kommt schon die Entlarvung:

- Kommentarfunktion nur nach Registrierung
- Weiterleitung auf klassische PR-Inhalte
- typische Einbahnstrassenkommunikation

Somit wird eines sehr offensichtlich, die beiden Volksparteien liefern sich einen Wahlkampf auf Augenhöhe frei von innovativen Akzenten - Eher Keule als Florett. Ich will so nett sein und proaktiv und ungefragt zwei Anregungen herausposaunen:

1. Seit Guantanamo und dem ukrainischen Debakel ist Orange als politische Farbe etwas mehrdeutiger und negativer behaftet. Auch wenn die CDU mit ihrem verwaschenen blass-orangenem Farbton vielleicht auch ein wenig Profillosigkeit thematisiert.
2. Übermäßige JPG-Artefakte, vor allem im Logo (dem knuffigen Deutschball) sind optisch schmerzhaft und unnötig.
3. Wo finde ich eine Erklärung für die beiden Großbuchstaben "AM" ind teAM2009?
4. Das Web bestraft Mutlosigkeit und Kastration mehr, als Transparanz und Mut zu Fehlern...im schlimmsten Fall mit blanker Ignoranz.
5. Akzeptiert die Beratungsfähigkeit gebuchter Agenturen und ermutigt diese, ihr offensichtliches Können zu unterstreichen...ansonsten kann man sein Geld effektiver verbrennen.

Werte SPD, ihr habt die Messlatte tiefgenug gehängt...nun können beide Volksparteien sich bemühen sie dennoch zu reissen.

Montag, 23. Februar 2009

USP "Ultras St. Pauli" pöbeln zurück und Empfehlungen meinerseits

"Du kleiner Halbspacken kannst Dich gerne aus dem Millerntor verpissen. Dummschwätzer wie Dich vermisst niemand. Du bist eine Null und verdrehst die Tatsachen, ohne auch nur einen Hauch Ahnung zu haben. Kack ab, geh zum HSV und alles wird gut."

Dieses Zitat eines "St.Pauli Fans" bzw. Mitstreiter von USP (Ultra St. Pauli) möchte ich euch nicht vorenthalten. Grund für diesen schmeichelhaften Kommentar war meine unwissende Dreistigkeit diese krakelenden Nervtöter aus der Südkurve des Millerntors als solche zu benennen. Nach diesem Kommentar fühle ich mich mehr als bestätigt, insofern vielen Dank anonymer Superfan, ein Glück das der Verein auf deine Unterstützung bauen kann!

Desweiteren verweise ich gern auf die Jungs und Mädels von Readers-Edition bei denen nun schon mein zweiter Beitrag veröffentlicht wurde. Ein wirklich sehr lesenswertes Portal, ab von meinem fragwürdigen Hrinkollaps.

Und Gratulation zu einem weiteren Blogbaby, der Werbeblogkade. Dort wird hirnlose Werbung seziert - ein Anfang ist gemacht, nun hoffe ich auf weiteren Output und munteres Gepöbel.

Soweit an dieser Stelle, die Zeit drängt und mein geliebter FC St. Pauli spielt gleich.


Samstag, 21. Februar 2009

OPEL wach auf...Gedanken zur Rettung



Die Adam Opel GmbH, aktuell noch vernachlässigte Tochter von General Motors, hat eine drohende Insolvenz in Sichtweite. Medien, Fachleute und Politik übertreffen sich mit theoretischen Hilfmaßnahmen bei gleichzeitiger Verstrickung in Widersprüche und Grabenkämpfe. Bei einem so traditionsreichen deutschen Unternehmen fehlt offensichtlich mein Senf und so wage ich eine Utopie.

Spricht man von Opel, sind auch knapp 27.000 Mitarbeiter gemeint, welche jährlich mit um die 330.000 Zulassungen circa 15 Milliarden Umsatz erwirtschaften. Fehlende Managerqualitäten konnten den bis zu den 80er Jahren höchst erfolgreichen Autobauer auf Talfahrt schicken, während der Eigner-Konzern GM Opel massiv auspresst und gleichzeitig am langen Arm verhungern lässt. In der aktuellen vielzitierten Krise zeigen sich die Risse im Fundament um so deutlicher. Grundgenug für eine Radikalkur mit gänzlich unorthodoxer Taktik - es gibt nicht viel zu verlieren, denn das Ende scheint in Stein gemeißelt.

Kurz und knapp zusammengestaucht fehlt es Opel zuallererst an finanzieller Liquidität, Unabhängigket vom überforderten Mutterkonzern, Innovationsspielraum und Hoheit über die eigenen Patente. Zuallerletzt natürlich auch an Absatz. Wie kann in solch verfahrener Situtaion ausgerechnet im Weltwirtschaftskrisenjahr 2009, mit einem kränkelnden Kreditmarkt Genese verschafft werden?

Krisen verlangen harte Mannöver und Aktion fern von Geplenkel. Das leite ich ein mit einer extrem optimistisch überhöhten Taxierung des Firmenwerts in Höhe von 20 Milliarden Euro - einfach um einen Startpunkt und Diskussionsrahmen zu setzen. Dazu wird von einer Realität ausgegangen, die eine kooperative Abspaltung von General Motors ermöglicht. Diese geschieht in Form gegenseiter Beteiligung und gemeinschaftlicher Nutzung von Patenten und Technologie, allerdings mit der Zielsetzung wachsender Emanzipation voneinander. Opel soll sich stabilisieren, aber nicht gleichzeitig noch die Unzulänglichkeiten im amerikanischen Automobilsektor ausbügeln.

Opel als eigenständiges deutsches Unternehmen, mit starken nationalen und internationalen Partnern und 49% Fremdbeteiligung von Außen. Veränderte Strukturen, neue Ausrichtung, stärkere Fokussierung auf die bestehenden Erfolgssegmente, mit erweiterter innovativer Produktpalette. Nur wer zahlt?

Die Bundesregierung täte gut daran, zwar den Rahmen zu bieten, sich aber nicht finanziell zu übernehmen oder gar aktiv als Unternehmer in Erscheinung zu treten. Es gilt eine Allianz der Willigen zu formieren, welche unter dem Aspekt des gemeinsam erzwungen Erfolgs in der Lage sind die Notlage und auch die Gelder zu stemmen ohne das hierbei der Wettbewerb verzerrt wird und gleichzeitig Optionen für andere insolvenzbedrohte Unternehmen entstehen - Selbstheilung aus Eigeninteresse Dritter also.

Für solch eine Rettungsaktion gibt es mehrer Mitspieler und eine Zeit die reif ist für solch experimentellen, weil jungfräulichen Felder. Diese Beteiligten gliedern sich in drei Gruppen: einerseits direkt Betroffene, desweiteren Investoren mit Schnittstellen und der Staat mit seinen Instrumenten. In der ersten Gruppe finden sich die Mitarbeiter, Käufer, Zulieferer und Autohäuser wieder. Gruppe Nummer zwei sind technologielastige Unternehmen aus gesichertem Umfeld, wie z.B. die für ihren Vorstoß belächelte Solarworld AG. Der letzte Beteiligte ist Deutschland, mitsamt der KfW.

Letzgenannte sorgen in erster Linie für die Funktionalität des Rettungsprojekts. Ein Fond muss geschaffen werden, welcher an die 5 Milliarden Euro verfügbar macht und die Grundlage schafft für weitere 5 Milliarden Kredite von deutschen Banken. Dieser Kredit wird staatlich verbürgt und entsprechend verzinst durch Opel abgetragen.

Die ersten 5 Milliarden werden wie folgt aufgebracht:
1. Sämtliche Opelmitarbeiter beteiligen sich mit jeweils 5.000 Euro Gehaltsverzicht für die nächsten 12 Monate an ihrem Unternehmen und erbringen auf diese Art 135 Millionen Euro, bei gleichzeitigem Verzicht auf Stellenabbau und Werkschließung seitens Opel für die nächsten fünf Jahre.
2. Die Autohäuser bringen beteiligen sich mit 330 Miilionen Euro am Unternehmen. Diese Summe addiert sich durch jeweils 1.000 Euro Margenverzicht pro Zulassung.
3. Opelkäufer können sich mit einer Zusatzzahlung in Höhe von 1.000 Euro beim Kauf ihres Fahrzeug am Fond beteiligen und auf diesem Wege weitere 330 Millionen Euro aufbringen.
4. Die Zulieferbetriebe erhalten von Opel einen Vorvertrag als Exklusivpartner für ihr Segment. Im Gegenzug können sie mit der Umsatzsicherheit gemeinsam bei ihren Banken 2 Milliarden Euro Kredit bekommen und sich hiermit direkt an der Adam Opel GmbH beteiligen.
5. Opelfans weltweit mitsamt ihren Clubs, sowie Privatinvestoren können sich direkt am Rettungsfond beteiligen und somit dem Unternehmen beteiligen. Auf diese Weise wären weitere 250 Millionen möglich.
6. Branchenfremde Betriebe, wie z.B. die Solarworld AG bringen sich mit insgesamt 1 Milliarde Euro ein und sichern sich neben Anteilen auch Vorverträge für gemeinsame Innovationen und Zusammenarbeit. Zielgruppe umfasst: Batteriehersteller, Energielieferanten, neue Energien etc.
7. Die KfW, welche den Fond aufsetzt und verwaltet steuert die fehlende Summe zu den benötigten 5 Mrd bei. Natürlich bleiben von den obig als Best-Case formulierten Summen realistische 50% über. Die erreichte Summe als Eigenmittel sichert den Kredit zur Zielsumme jedoch ab.

Die geschilderte Variante bringt im Laufe eines Jahres genug Spielraum, den Betrieb aufrecht zu erhalten, die Loslösung von GM einzuleiten und parallel völlig neue Geschäftmodelle, Kooperationen und Investitionsspielraum. Binnen der nächsten 12 Monate steht der Fond, welcher versehen mit Staatsbürgschaften die zweite Hälfte der zu stemmenden Summe auf dem freien Kreditmarkt ermöglicht. Opel wäre an der Krise gewachsen und innerhalb der nächsten Jahre zu einem Vorbildunternehmen gewachsen. Angepasst an die Erfordernisse der Zeit, technologisch mit Vorsprung versehen und in der Lage ihren 51% Firmenanteil wieder aufzustocken.

Soviel Utopie klingt höchst unwahrscheinlich, soll auch nur als Denkanstoss dienen. Der zu erwartenden Kritik entgegne ich, dass mein Rechenmodell zwar hinkt, aber der oben genannte Unternehmenswert ist derart überhöht, dass einiger Spielraum entsteht.Krisen gilt es zu meistern und sich entgegen zu stellen.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Die Mutter aller Krisen hat viel Milch

Krisenwunderland ich versteh dich nicht. Nun befinden wir uns kurz vor Ende des zweiten Monats im Konjunkturdellenjahr 2009. Gelangweilt reihen sich Milliardenverluste von Banken aneinander, umgarnt von Firmenpleiten und einer Mischung aus Deflation und Inflation. Der Winter wird medial überhitzt und in Katastrophen getunkt.

Ich versuche die Schreibtischfarbe unter Briefen, Konzepten und Ausdrucken zu erkennen und habe nach dreieinhalb Tagen meine 40-Stunden-Woche absolviert - positive Herausforderungen. Ganz subjektiv verkenne ich die Krise und klopfe mein Umfeld ab. Medienschaffende, IT´ler, Gastronomen und wild durcheinander gewürfelte Branchen aus meinem Dunstkreis pflichten mir bei. 2009 hat keine Dellen, nichtmal Cellulitis, im Gegenteil es fühlt sich eher nach Wachstum an. Und die Arbeitnehmerseite klagt auch nicht. Gehaltssteigerungen von 2008 und Abwerbeangebote verwirren ein wenig, ansonsten ist eher zu viel zu tun. Es bleibt spannend - ich lebe nach wie vor in einem Paralleluniversum.

Montag, 16. Februar 2009

Gewinnspiel wird aufgelöst nach langem Schweigen ebeUaNPTJf

Hmmm, wie sag ichs meinen Kindern? Meine Worte interessieren nicht einmal gegen Bestechung irgendeine Sau, außer dreien. Da mach ich mein Gewinnspiel und nur drei Blogger sind in der Lage daran teilzunehmen. Während die Scannerin alles richtig macht und mich kommentiert UND parallel mir einen Post widmet, bin ich bei FrauD und "kurz nachgedacht" zumindest in der Blogroll fest verlinkt (auch wirklich eine Ehre) und bekomme zumindest nen Kommentar dererseits.
Wie wählt man den loyalsten von Dreien? Unmöglich denke ich...noch dazu wo alle drei außerhalb des offiziellen Premium Cola Liefergebiets liegen...wo die Colafreaks auch noch Probleme haben ihr Leergut zurück zu bekommen...Hmmm
Simple Lösung...jeder bekommt acht Flaschen per Post...darf mal probieren und mich hassen, weils den Jackpot nicht gab. Aber so what, that´s life...
Wenn ich jetzt nur die Lieferadressen wüsste könnte ich anfangen zu packen...

Sonntag, 8. Februar 2009

FC St Pauli Fans vs. USP, die nervigen Ultras

Ultras nerven, egal wo. Radikale Vollnacken, die fehlende Aussagen umso lauter gröhlen sind in jedem Stadion fehl am Platz. Martialisches Aussehen teilweise minderjähriger Milchbubis, gehüllt in die Uniform des schwarzen Blocks und doch optisch durchaus in einem NPD-Camp in der sächsischen Schweiz anzusiedeln. Da stehen sie am Millerntor, gleichen sich wie ein Ei dem anderen - kahlrasierte Marionetten dirigiert von einem stimmgewaltigen Megafonbesitzer, welcher über die 90 Minuten mit dem Rücken zum Spiel auf dem Zaun sitzt. Bei St. Pauli kann ich aus eigener Erfahrung bezeugen, wie penetrant solche "Fans" in der Lage sind, Stimmung zu stören statt sie zu erzeugen. Einstudiert alberne Choreografien, übers Knie gereimte Gassenhauer und konsequente Dauerbeschallung fern jeder Spielsituation. Wenn ich im Stadion stehe bin ich hin- und hergerissen, zwischen der Freude am Spiel und der Gereiztheit über einiger hundert Halbaffen in schwarzen Kapuzenpullovern, welche ihren Hass auf alles "Konventionelle" gern zur Schau tragen (TV-Sender, Juppiefans, der Gegner, professionelle Vereinsführung etc.). Ich inhaliere das Spiel und werde abgelenkt durch ein monotones Verbalgestolper "Sforza St. Pauli", welches entfernt an "Karma Chameleon" von Boy George erinnern soll. Boy George der mit den wenig freudigen Ultras bis auf die Frisur kaum etwas gemein hat.
Neulich bekomme ich einen Flyer in die Hand gedrückt. Er widmete sich den "Boykoteuren" auf den Rängen, die eine angekündigte Performance ignorierten. "Solche Fans haben auf der Südtribühne nichts verloren" hieß es. Lächerlich - liebe Hardcore-Freaks von USP, liebe Ultras weltweit, liebe Hools etc. ihr stört den Fussball, ihr nervt uns Fans. Wir wollen Fussball zelebrieren nicht euch. Wir lieben Fussball eben genau des Spieles wegen. Wenn wir Cheerleading wollten gingen wir zum Football. Also haltet die Fresse oder aber reagiert auf das Spiel, auf Situationen und Platzgeschehen, so ihr in der Lage seid ein Fussballspiel zu erkennen und zu lesen.

Ich liebe Fussball. Wie zu Zeiten der letzten EM auch in diesem Blog sehr ersichtlich, genieße ich Fussball mit allen damit verbundenen Emotionen, Spielerverehrung und zugehörigem Leiden. Ich bin zwar Fan, allerdings nicht in dem Ausmaß, dass ich mich einem kompletten Tunnelblick unterwerfe. An erster Stelle steht bei mir der FC.St.Pauli, doch in der Bundesliga kann ich sehr wohl auch mit dem HSV sympathisieren. Es fällt mir leicht überragende Leistungen wie die von TSG Hoffenheim anzuerkennen und ich liebte das ballverliebte Freiburger Spiel in ihren letzten Jahren Bundesliga. Natürlich distanziere ich mich vom FC Bayern, obgleich ich Hoeneß Arbeit Respekt zolle, Mehmet Scholl bewunderte und aktuell gern einen Ribery zaubern sehe. Fussball kennt für mich keine Grenzen und verkrampfte Beschränkung, auch wenn sich Underdogs immer wieder leicht in mein Herz spielen.

Im Stadion kann ich sehr wohl lautstark mitpöbeln, anfeuern und nervös der Hektik auf dem Platz folgen. Ich gehe gern als "Sieger" aus dem Stadion und bekomme immer noch Gänsehaut wenn die Hells Bells ertönen oder die Fans aus einer Kehle "You´ll never walk alone" grölen. Ich mag diese 90 und mehr Minuten wirklich. Jahrelang war eine Dauerkarte mein Eigentum, als Teenie schon peitschte ich Pröpper und Manzi nach vorn, habe Aufstiege gefeiert und Abstiegen die ein oder andere Träne nachgeweint.

Mittlerweile bin ich seltener im Stadion, freu mich aber immer wieder am Millerntor zu stehen, Astra in der einen Zigarette in der anderen Hand. Ich zolle den Entwicklungen gen Professionalität durchaus Respekt, solang der Kommerz nicht den Ausverkauf der Seele bedeutet. Die neue Tribüne macht Appetit auf mehr, Appetit auf ein liebenswürdig kompaktes Stadtstadion mit englischer Athmosphäre. Hoffentlich bald wieder in Liga eins.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Antworten von Alexander Artopé - Interview über Bande

Das social lending Portal smava in Person von Herrn Artopé hat mich nun tatsächlich mit Tempo überrascht und wie unten ersichtlich meine kritischen Fragen aus dem Urlaub beantwortet. Meine Sticheleien auf unbeholfene PR-Taktik und leicht eingeschnapptes Ignoranzbeklage werden dadurch quasi ausgehebelt. Das erfreut, denn es geht mir ja nicht ausschließlich um unreflektiertes Gepöbel, sondern vielmehr um konstruktive Kommunikation auf Augenhöhe. Die ist nunmehr erreicht, hat sich Alexander Artopé doch wirklich Zeit genommen, meine eher skeptischen Fragen zu beantworten. Aber lest selbst:


INTERVIEW ZWISCHEN WIRW (CORNELIUS H.) UND SMAVA (ALEXANDER ARTOPÉ)

WIRW: Smava geht ins dritte Jahr, flankiert von finanzstarken Partnern und mit prominenter Nennung durch alle Medien. Wann geht es in die Gewinnzone?

Artopé: Wie Sie sicherlich in unserem Blog mitverfolgt haben, werden die Gebühren auf smava.de zum 09.02.2009 erhöht. Diese Maßnahme war einer von mehreren notwendigen Schritten, um nachhaltig wirtschaftlich zu arbeiten. Wir werden von sehr finanzkräftigen Investoren unterstützt, das ist richtig. Unser Ziel ist es allerdings nicht nur, Privatverbrauchern eine faire Alternative zu Banken zu bieten und uns dauerhaft als bester Online-Kreditmarktplatz am Markt zu etablieren, sondern natürlich auch profitabel zu arbeiten. Genaue Angaben zu unserer finanziellen Planung machen wir nicht, hierfür bitten wir um Verständnis.


WIRW: Der Besuch auf der Site ist mit langen Wartezeiten verbunden. Will man das Forum besuchen, verlässt man die eigentliche Seite. Der eigentliche Kreditantrag ist höchst unkomfortabel und mit unsinnigen Fehlermeldungen versehen. Ist die Behebung solcher Kinderkrankheiten in näherer Zukunft geplant?

Artopé: Grundsätzlich erhalten wir eigentlich ein positives Feedback auf die Nutzbarkeit der Seite. Insbesondere beim Kreditantrag haben wir Wert auf Einfachheit und Verständnis gelegt. Aber natürlich schließen wir nicht aus, dass er noch auf die eine oder andere Weise optimiert werden kann (Anmerkung Artope: hierzu würde ich gerne nochmal mit Ihnen telefonieren, weil ich auch gerne verstehen würde, was sie meinen – vielleicht übersehen wir auch etwas, aber normalerweise erhalten wir hier positives Feedback).


WIRW: Ihr wollt mit der Blogosphäre kommunizieren, während euer Unternehmensblog höchst unregelmäßig und selten befüttert wird. Besuche in anderen Blogs, samt Kommentar finden sich nicht oder kaum. Habt ihr kein Interesse an Kommunikation und Interaktion auf Augenhöhe im Web 2.0?

Artopé: In unserem Corporate Blog wird in der Regel ein Beitrag pro Woche veröffentlicht. Im Vergleich zu anderen Corporate Blogs halte ich diese Frequenz für sinnvoll. Unser Ziel ist es, über das Produkt und das Unternehmen smava sowie zu anderen Finanzthemen Stellung zu nehmen. Und um uns mit anderen Blogs zu vernetzen, lesen wir regelmäßig andere Finanz-Blogs und setzen entsprechend Trackbacks zu passenden Posts. Eine weitere Maßnahme, um mit anderen Finanz-Bloggern enger in Kontakt zu treten, war beispielsweise die Veranstaltung unseres Blog-Wettbewerbs. Sehr viele Blogger nutzten die Chance, ihr Blog noch bekannter zu machen und nahmen daran teil. Im Ergebnis würde ich also schon sagen, dass wir auf einem guten Weg sind und auch mit dem Blog-Wettbewerb gezeigt haben, dass das Thema für uns wichtig ist.


WIRW: Euer innovatives Projekt und der erwünschte Medienwirbel widersprechen der nachlässigen Homepagepflege. Veraltete Blogwettbewerbe, Pressemitteilungen ohne Aktualität irritieren. Habt ihr vor, das zu ändern?

Artopé: Der Pressebereich ist unterteilt in Pressemitteilungen und aktuelle Medienberichterstattungen. Beides ist immer auf dem neuesten Stand, damit chronologisch seit dem Start bis heute für interessierte Nutzer beide Bereiche transparent nachvollziehbar sind. Gerade für Journalisten, die das intensiv nutzen, von hohem Mehrwert. (Artope: wir sollten wirklich mal telefonieren, das kann ich leider auch nicht ganz nachvollziehen).


WIRW: Nachdem smava sich nun auch Selbstständigen öffnet, stellt sich mir die Frage, ob ihr gerade die aktuellen Finanzeskapaden und krisenverursachte Mutlosigkeit nicht nutzen wollt, um euer USP strahlen zu lassen? Habt ihr Planungen für Existenzgründer, die euren Markt für Startkredite aufsuchen und mit Ideen und Qualifikation überzeugen, anstatt mit Zahlenwerk und Sicherheiten?

Artopé: Wie Sie bereits festgestellt haben, besteht einer unserer USP´s darin, dass wir auch Zielgruppen wie Selbständige bedienen, die von Banken als sehr riskant eingestuft werden. Insbesondere vorteilhaft ist, dass es keine Einschränkungen auf bspw. Freiberufler gibt, oder ein Ausschluß von bestimmten Gewerben wie bspw. Friseuren. Viele Anleger auf dem smava Kreditmarktplatz sind ebenfalls selbständig und kennen die Probleme, mit denen Selbständige bei Banken zu kämpfen haben. Daher unterstützen sie gerne Projekte von Kleinunternehmern, bei denen es beispielsweise um Betriebsmittelinvestitionen geht. Grundsätzlich halten wir es auch für eine gute Idee, Existenzgründer zu unterstützen. Leider haben wir aber noch keinen Weg gefunden, das damit verbundene Risiko für unsere Anleger quantitativ abzubilden. Diese quantitative Einschätzung halten wir elementar, da Anleger sonst schnell viel Geld verlieren könnten. Verwertbare Daten, anhand derer man das Risiko einschätzen könnte, stehen aus unserer Sicht bei Selbständigen erstmals valide nach etwa zwei Jahren Betriebsdauer zur Verfügung. Somit können zwar keine Existenzgründer, aber Gewerbetreibende und Freiberufler ab zwei Jahren Geschäftstätigkeit bei smava einen Kredit aufnehmen, was im Vergleich zur Kreditvergabe der Banken ein erheblicher Vorteil für Selbständige ist.



Fazit WIRW: Natürlich möchte ich keinem kommerziellen Anbieter eine "Überpräsenz" in meinem Blog widmen, dennoch halte ich es für angemessen, dem weiterführenden Kommunikationswunsch zu entsprechen. Hierzu wird es auch noch einen abschließenden smava-Post geben, allein um das Thema abzuschließen. Darüberhinaus anerkenne ich auf diese Weise, die Gesprächsbereitschaft eines modernen Unternehmen, trotz dezentem Gegenwind. Abschließend bedanke ich mich bei Herrn Artopé für das Interview.

Dienstag, 3. Februar 2009

Wir sind Papst - rechtsdrehende Kulturen






















Mein Blog war bisher frei von religiösen Themen. Als überzeugter Atheist und Humanist, spielt Religion für mich keine Rolle und wird dennoch jedem zugesprochen, der in seinem stillen Kämmerchen seinem Glauben fröhnt. In mir schlummert kein Bekehrertum und an sich empfinde ich Religion nicht als Bedrohung - bin nur frei davon.
Wir sind Papst und als Hohn der Geschichte haben wir Deutschen unseren besten Mann in den Vatikan geschickt - einen ehemaligen Hitlerjungen und im tiefsten Bayern sozialisiert. Wie sich zeigt schützt Alter nach wie vor nicht vor Torheit und eine homogene Masse mit extremen Männerüberschüssen, wie im Vatikan vorzufinden, ist kein Hort für progressive Weltoffenheit. Zwanghaft asexuelle Menschen mit Zölibat erschienen mir von je her suspekt...
Nun haben wir als Papst einen Ratzinger installiert, der Freudentaumel war groß. Erschrocken registrierte ich schon damals, wie empfänglich unsere deutsche Jugend noch für altbackene Rituale und Greise in Amt und Würden ist.
Mir ist ein Papst egal, ich bin keines seiner Schäfchen. Aber ich bin Deutscher, Bürger in einem Staat dessen Religionen christlicher Natur sind. Einem Land welches schandvoll die Zeit zwischen 30ern und 50ern verbrachte und größtes Leid und Massenmorden manifestierte. Ich bin so sehr deutsch, dass ein deutscher Papst selbst für mich eine Sonderrolle spielt. Ich verabscheue die Gräueltaten des dritten Reich so sehr, dass ich auch 2009 noch hochallergisch auf jede Verhamlosung reagiere.
Und jetzt bin ich Zeitzeuge der größten Entgleisungen eines Papstes der letzten Jahre. Da werden rückständige Kleingeister wieder dem Schoß der katholischen Kirche zugeführt. Da dürfen sich Antisemiten frei äußern und werden parallel rehabilitiert. Eine Schande.
Genau das richtige Öl ins kulturelle Feuer. Der Katholizismus schließt die Lücke, die er mit verfrühter Modernität aufriss. Back to the Roots, damit man auf Augenhöhe mit islamischen und jüdischen Fundamentalisten pöbeln kann.
Religion verblendet und richtet generell und mehr als offensichtlich mehr Schaden an, als mir all die geläuterten frommen Schafe Glauben machen wollen. Religion behindert Synapsen und verhindert Menscheliebe und bewegt doch Massen. Im Sinne aller Christen können die aktuellen Verfehlungen nicht ohne Folgen bleiben...
Bendeikt XVI, ich unterstelle dir IQ, Menschenverstand, Geschichtsverständnis, Friedfertigkeit und Toleranz: Zeig das...distanziere dich von menschlicher Verfehlung und treibe das Christentum nicht in die tiefste und elendigste Vergangenheit. Ansonsten tritt ab...Amen!

Montag, 2. Februar 2009

Augenhöhe wieder erreicht, smava reagiert doch

Pling macht es um 17:33 Uhr am heutigen Montag - eine Email taumelt in mein Postfach. Der Absender hat gewechselt, doch das Unternehmen ist und bleibt smava. Persönliche Zeilen samt Entschuldigung, die ich gern annehme. Krankheit und Urlaub im Janaur sind mir als Unternehmer nicht fremd und erscheinen logisch und ebenso verzeihlich - wollte ja nicht auf Krampf ein großes Fass aufmachen.

Nun warte ich ab, inwiefern meine Fragen verarbeitet werden und freue mich darauf die Antworten hier abzulegen. Vielleicht entpuppen sich smava und insbesondere Herr Artopé als wesentlich PR-fähiger als unterstellt. Direkte Kommunikation scheint in jedem Fall möglich.

Sonntag, 1. Februar 2009

smava schweigt, PR-Maschinchen durch Stille

Mir wurde die Ehre herangetragen mit meinem Blog Herrn Alexander Artopé interviewen zu dürfen. Kern des Interviews wäre sein StartUp smava gewesen. Ich fand die Herangehensweise eher uncharmant und wenig persönlich und wählte den Weg das Interview offen und hier vor Ort zu führen. Meine Fragen hab ich in einen Post gehüllt und die PR-Abteilung der Plattform für Peer2Peer-Kredite darüber informiert.

PR - Public Relations, zu deutsch Öffentlichkeitsarbeit ein Wachstumssektor, welcher gerade im modernen Wirtschaften sehr hochtourig gefahren wird. Die New Economy, zu der ich auch smava zähle, ist stets bemüht die Öffentlichkeit zu suchen. Meine Unterstellung, dass gerade frische Unternehmen mit hoher Affinität zum Internet, die modernen Regeln guter PR realisieren war wohl zu optimistisch. Es bleibt bei der klassischen Verteilung, das Unternehmen verteilt seine Information adressiert an die Öffentlichkeit. Dialog, Augenhöhe und Kritikfähigkeit sind unerwünschte Details.

Schade eigentlich, ich hätte mich auf ein offenes Gespräch mit Herrn Artopé gefreut. Gern ein Projekt wie smava hinterfragt, mich überzeugen lassen wollen und vielleicht einige Anregungen gestreut. Eine Art Interview, welches die Bezeichnung auch verdient. Unbeantwortete Emails und zuvor eine unpersönliche per Massenversand entsprechen nicht meiner Gesprächsdynamik.

Ich verbleibe mit guten Wünschen für smava und die Erreichung einer Wohlfühl-Gewinnzone, denn tatsächlich gönne ich jedem Konkurrenten im klassischen Bankensegment allen Erfolg.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Das Schweigen des C.

Das hat man nun davon. Unüberlegt folgt man seinem Strukturbedürfnis und verpflichtet einen Projektmanager, um die eigenen Projekte forcierter und ergiebiger zu verfolgen. Man müht sich, den richtigen Bewerber aufzureissen und findet einen brillianten und hochmotivierten Koordinator. Schon nach Stunden trägt dessen Arbeit Früchte: als Chef erhält man Dringlichkeit-Emails, samt ToDo-Listen und Priorisierung. Dies allerdings nur als Vorstufe, während parallel ein Projektmanagement-Tool errichtet wird. Mittlerweile kann ich Wochen im voraus erfahren, wie wenig Zeit auf wie viel Pflicht trifft. Der Stratege scheut sich nicht zu quengeln und den Druck konstant hoch zu halten - alles für ein gutes Gelingen.

Wie man an meiner aktuellen Postingrate erkennen kann, gilt mein Blog als Freizeitvergnügen, welches ich doch aktuell zurückschrauben soll. Ich sei selber schuld, mit meinem Engagement in mehreren Unternehmen und verschiedenen Geschäftsfeldern müsse ich Opfer bringen. Ich liebe diesen Mann, auch wenn er mich zu Höchstleistung peitscht.

Es fällt mir schwer mein Weblog so zu vernachlässigen, gerade als sich zuletzt die Leserzahlen so erfreulich entwickelt haben. Doch zum Glück hat der Planer auch gute Nachrichten für mich, schon in Kürze wird sich mein Freizeitpensum wieder erhöhen. Dann nämlich, wenn Arbeitsbereiche delegiert sind, wir personell verstärkt und entlastet arbeiten können. Ich freue mich schon, denn Stress sorgt für viel zu großen Kaffeedurchsatz...

Sonntag, 25. Januar 2009

Claus Schenk Graf von Stauffenberg - überglorifizierter Held

Meine Meinung zum satirischen und unterhaltendem Vermögen des Oli Pocher hab ich merhfach geäußert. Ich bin wahrlich kein Fan. Die allgemeine Hysterie über seinen Auftritt als Stauffenberg, kann ich jedoch nicht im Ansatz nachvollziehen. Ebenso fällt es mir schwer im allgemein üblichen Heldentaumel mitzujubeln. Claus Schenk Graf von Schenkenbergs Heldentat scheiterte am 20. Juli 1944, knapp elf Jahre nach Hitlers Machtergreifung und weniger als ein Jahr vor Kriegsende. Verübt wurde es nicht durch unbeschmutzte Freiheitsliebende mit Vorliebe für Demokratie und Menschenfreundlichkeit.

Stauffenberg hat im 3. Reich vielmehr erfolgreich die Karriereleiter erklommen und ein System gestützt, welches wir heute zu Recht verurteilen - seine Abneigung für Demokratie und Gleichheit des Menschen sind kein Geheimnis. Hineingeboren in ein altes Adelsgeschlecht und mit preußischen Wurzeln, konnte er die Vorteile der Schreckensherrschaft lange Zeit genießen. Seine Abkehr vom Führer, dem er einste den Eid schwor, liegt vielmehr darin begründet bei einem hochwahrscheinlichen Scheitern des Nationalsozialismus die Prfünde zu sichern und das eigene Wohlergehen zu zementieren.

Ich wäre der letzte, der nicht einen Erfolg der Operation Walküre gutheißen würden. Allerdings einzig um das Übel Adolf Hitler auszumerzen, nicht aber mit Unterstützung der eigentlichen Ziele der Putschisten. Natürlich ist es große Tragik, dass sowohl er als auch einige seiner Mitstreiter exekutiert wurden. Die damalige Zeit kannte nur Greuel und keine Menschenrechte. Der Mordversuch ist durchaus als glorreich zu werten - Stauffenberg jedoch als antifaschistischen Helden zu stilisieren grenzt an Perversion.

Wenn nun heutzutage eine pubertierende Dumpfbacke an der Seite von Harald Schmidt Zoten in Stauffenberguniform reisst, dürfen seine Gags als mau bezeichnet werden. Die Ehre eines Helden und Revolutionärs wird jedoch nicht beschmutzt, wenngleich Entscheider seitens der ARD solches glauben machen wollen. Stauffenberg war kein uninformierter Zivilist, auch kein billiges Kanonenfutter im Weltkriegschaos. Der Graf war eine Größe im NSDAP-System und an der Ausbildung von SA-Schergen beteiligt.

Bei der Bestzung des Sudetenlandes, im Polenfeldzug, zur Westoffensive gegen Frankreich, in den Ostlegionen und an anderen Orten unterstützte er maßgeblich die Ziele der NSDAP und das bis hinein ins Jahr 1943, bis zu seiner schweren Verwundung. Die Gräueltaten der Nazis dürften zu dieser Zeit durchaus auch preußischen Generälen bekannt gewesen sein - Helden aus Überzeugung sehen anders aus.

Selbst als der Umsturzgedanke sich manifestierte, waren die Ziele eindeutig antidemokratisch, elitär und nationalistisch, jedenfalls nicht freiheitsgewandt. Nein, es ging um Eigeninteressen, welche im Zweifel auch mit Heldentod, in jedem Fall unter Ermordung des einstigen Führers gewahrt werden sollten.

Das dieser "Held" vom Chef-Scientologen Cruise in Szene gesetzt wird, halte ich nicht für verwerflich, die Empörung über eine "Verunglimpfung" der Person Stauffenberg fast 65 Jahre nach seiner Exekution allerdings um so mehr. Was macht Claus Schenk denn zum sagenumwobenen ewigen Helden? Ein gescheiterter Mordversuch an Adolf Hitler mit einer eigennützigen Argumentation. In anderen Situtationen wären solche Menschen als Oppurtunisten beschrieben worden.

Oliver Pocher, ich jedenfalls, verabscheue dich nicht, wegen deines grenzgängerischen Stauffenberghumors, wenngleich ich deine Unterhaltungsqualität weiterhin in Frage stelle bzw. für Steigerungsfähig halte. Parallel betone ich meinen höchsten Respekt für die wahren Helden, welche wider sämtliche nationalistischen und menschenfeindlichen Strömungen, ihr Leben riskierten oder gar opferten. Gegönnt hätte ich Stauffenberg seinen Erfolg allein um ein voriges Ableben Hitlers, seine Reputation hat er bei mir dadurch nicht erreichen können.

Freitag, 23. Januar 2009

Jobangebote am Medienstandort Hamburg

Es freut mich mitzuteilen, dass wider alle Krisenszenarien, auch im Jahr 2009 Arbeitsplätze entstehen und Personal gesucht wird. Meine Freunde von der Kommunikationsagentur Zwogee, bündeln von nun an alle Jobanfragen und ihre eigenen Personalsuchen in ihrem Projekt Konegge. Gemeinsam mit ihren Partnern bieten sie zum Start drei erste feste Arbeitsplätze im Mediensektor an - Faire Bezahlung und kreatives Umfeld als Selbstverständlichkeit.

Während aktuell vor allem Entlassungen, Einsparungen, Kurzarbeit und Engpässe medial abgefrühstückt werden, promote ich umso lieber eine gegenteilige Entwicklung. Auch weil sich das Projekt Konegge auf die Fahnen schreibt für Bewusstsein und korrektes Wirtschaften zu stehen, bin ich mir sicher, dass hier kompetente Arbeitssuchende genau das richtige Angebot finden können.

Nur der Vollständigkeit halber zähle ich an dieser Stelle die drei gesuchten Positionen auf:

1. Projektmanager Filmproduktion
2. Projektmanager Fotoproduktion
3. PR-Assistenz Trainee

In Hamburg und mit Elbblick, bei rennomiertem Arbeitgeber. Ich werde immer wieder auf die Entwicklungen von Konegge und dem zugehörigen Netzwerk eingehen. Ich selbst halte mich mit Eigennützigkeit nicht zurück, allein weil dieses Jahr mannstarke Unterstützung für einige Projekte benötigt wird und mich Jobportale wie Monster oder Stepstone nicht wirklich ansprechen. Anonymität und Massenware locken mich kaum, da lege ich eher Wert auf ein vertrauensvolles Kontaktnetzwerk von Menschen die ich kenne.

Fragen an smava - das indirekte Interview und Seitenblicke

Peer to Peer, seit einiger Zeit nun auch bei Krediten angewandtes System. Vor dem Hintergrund, Banken zu ersetzen und deren bürokratisches Geschäftsgebahren auszuhebeln durchaus ein interessanter Ansatz. Gerade in den USA hat dieses Modell sich erfolgreich in den Geldmarkt eingemischt. Neben smava machen sich auch weitere Mitbewerber daran, Deutschland und Europa um diese Dienste zu bereichern.

Die eigentliche Idee, Kredite von Mensch zu Mensch zu gewähren ist bis in weit vergangene Tage zu finden. Das Internet glänzt hier wiederholt durch seine fehlenden Grenzen. Kreditnehmer und -geber finden zusammen, selbst wenn sie sich eigentlich nicht kennen. Die Instrumente zum Bonitätscheck und zur Absicherung sind ausgereift genug, solche Geldtransfers auch anonym abzuwickeln. Gerade Deutschlands Gesetze machen den Einbezug einer "echten" Bank allerdings unumgänglich. So steht eine solche auch bei smava als Bindeglied bereit. Besonders auffällig ist an dieser Stelle, die Möglichkeit mangelnde Sicherheiten durch höhere Zinssätze auszugleichen. Diese Möglichkeiten sind für Privatleute oder kleinere Selbstständige selten im regulären Bankmarkt zu finden.

Die kulturellen Unterschiede gerade im finanziellen Bereich, wirken sich auf die Marktdurchsetzung von peer to peer Krediten spürbar verschieden aus. In den USA wird leichtfertiger "auf Pump" gelebt, Verschuldung an sich ist kein Makel. Deutsche Sparermentalität und das Bedürfnis einen etablierten Ansprechpartner zu haben, stehen in Widerspruch zu Privatkrediten aus dem Internet. Doch auch die deutsche Kultur ist zu Sinneswandel fähig und bewegt sich in jüngerer Vergangenheit weg von konservativen Denkmustern und überhöhter Vorsicht. Insofern prognostiziere ich StartUps wie smava durchaus Potential und erfolgreichen Geschäftsbetrieb auf Dauer.


Nachdem ich mich ein wenig auf der smava-Website umsah und auch mit der Thematik vertraut machte, bin ich nun auch in der Lage Alexander Artopé mit meinen individuellen Fragen zu konfrontieren. Gern veröffentliche ich seine Antworten in meinem Blog, so sich smava denn bei mir meldet:

1. Smava geht ins dritte Jahr, flankiert von finanzstarken Partner und mit prominenter Nennung durch alle Medien. Wann geht es in die Gewinnzone?

2. Der Besuch auf der Site ist mit langen Wartezeiten verbunden. Will man das Forum besuchen, verlässt man die eigentliche Seite. Der eigentliche Kreditantrag ist höchst unkomfortabel und mit unsinnigen Fehlermeldungen versehen. Ist die Behebung solcher Kinderkrankheiten in näherer Zukunft geplant?

3. Ihr wollt mit der Blogosphäre kommunizieren, während euer Unternehmensblog höchst unregelmäßig und selten befüttert wird. Besuche in anderen Blogs, samt Kommentar finden sich nicht oder kaum. Habt ihr kein Interesse an Kommunikation und Interaktion auf Augenhöhe im Web 2.0?

4. Euer innovatives Projekt und der erwünschte Medienwirbel widersprechen der nachlässigen Homepagepflege. Veraltete Blogwettbewerbe, Pressemitteilungen ohne Aktualiltät irritieren. Habt ihr vor das zu ändern?

5. Nachdem smava sich nun auch Selbstständigen öffnet, stellt sich mir die Frage, ob ihr gerade die aktuellen Finanzeskapaden und krisenverursachte Mutlosigkeit nicht nutzen wollt, um euer USP strahlen zu lassen? Habt ihr Planungen für Existenzgründer, die euren Markt für Startkredite aufsuchen und mit Ideen und Qualifikation überzeugen, anstatt mit Zahlenwerk und Sicherheiten?

Alexander Artopé, eine Beantwortung dieser Fragen, wäre mir eine freudige Überraschung. Viele Grüße und weiterhin wachsenden Geschäftserfolg wünscht

Cornelius H.

Smava - smart value buhlt unsmart um PR

Vorgestern wartet mein Email-Postkasten mit einer unverhofften Überraschung auf. Die PR und Onlinemanagerin von smava sendet mir eine Interviewanfrage. Nach zweimaligem Lesen etabliert sich die im ersten Eindruck gewonnene Empörung. Frei von jeglicher Personalisierung, bekomme ich vier standardisierte Textblöcke Lesestoff PR-typischer Selbstbeweihräucherung. Natürlich wird nebenbei erwähnt, dass "eine Flut an Interview-Anfragen von etablierten Medien z.B. ARD Tagesthemen an smava herangetragen kam". Eine Flut kommt herangetragen, interessantes Wortbild eigentlich.

"Hinter vielen Finanzblog stehen oft Branchenexperten" - als solcher darf ich mich nun also geehrt fühlen und erröte voller Stolz. Der nächste Absatz ernüchtert mich prompt, denn smava teilt seine Hintergrundinformation nicht nur klassischen Medien aus TV und Presse mit sondern eben auch (Hobby-)Journalisten. So sehe ich mich dann doch weniger.

Immerhin erhalte ich die Chance fünf individuelle Fragen direkt an den smava-Gründer, Alexander Artopé, zu stellen. Fragen, welche bisher ungestellt blieben kann ich dann nachfolgend, samt der Antworten exklusiv in meinem Blog veröffentlichen. Wie diese Individualität lauten kann wird mir im letzten Absatz nahe gelegt - sie könnten beispielsweise lauten:

- Wie wirkt sich die Finanzkrise Ihrer Meinung nach auf die Finanzwelt und auf smava aus?
- Welche Aufgaben fallen den Finanz- Blogs in schwierigen Wirtschaftszeiten zu?

Ja das hat mich natürlich immer schon interessiert und Individualität steigert sich natürlich durch eine Anleitung hierzu. Mein Fazit ist schnell umrissen: ich fühle mich als Blogger wenig ernstgenommen, wenn ich zwar als PR-Hebel agieren darf, jedoch keinerlei spürbaren Gegenwert bekomme. Noch mehr beleidigt mich, dass nicht einmal zwei Minuten in meinem Blog verbracht wurden, um eine etwas persönlichere Ansprache zu wählen. Dieser Versuch, die Blogosphäre auch im Jahr 2009 zu betreten und einzuspannen, erscheint mir zu sehr gewollt, aber mit zu wenig Interaktion verbunden.

Ich bin allerdings so frei und entspreche smavas Wunsch in meinem nächsten Post. Ich werde auf die Anfrage eingehen und fünf ehrliche Fragen stellen, ergänzt um eine winzige Reflektion zum Thema Online-Kredite und Social Lending, insbesondere mit Augenmerk auf smava.



Donnerstag, 22. Januar 2009

Bundestagswahl: SPD kommt auf 30% plus X

Mich treibt der Wahnsinn und forcierter Optimismus des Nachts zu wildesten Gedankenspielen. Während anderen Haare auf dem Rücken wachsen, sie den Vollmond anjaulen, überlege ich mir, wie die SPD an die Hand genommen werden kann. Ein kurzer Besuch im 25% Keller und dann die Treppe hinaufjagen, kein Ding der Unmöglichkeit.
Zu meiner Mutschrift und der Webkritik, will ich meinen Aktionsradius pro SPD nun wirklich ausbauen. Aus eben diesem Grund schraube ich gerade an meinem Anteil, den Anspruch Steinmeiers aufs Kanzleramt, ein Stück greifbarer zu machen. Klingt wahnwitzig und chancenlos? Fürwahr, doch eben da liegt der Reiz.
Natürlich sehr ominös und nebulös was der Cornelius nun hier ankündigt, aber vielleicht baue ich mir eine großspurige Druckkulisse auf und ihr seid die Zeugen.

Auf bald mit mehr Details zur Rettung der Sozialdemokratie.

Mittwoch, 21. Januar 2009

George Bush ... lonesome Cowboy again

Mit meiner massiven Freude über die Amtsablösung des George W. Bush, schwimme ich sicher nicht gegen den Strom. Die überhöhten Ansprüche an Barack Obama beiseite gelassen, wird sein Nachfolger keine große Mühe haben, einiges besser und weniger falsch zu machen. Die Meßlatte hängt so tief, dass sie nur beim Limbo gerissen werden kann. Bushs Fehler und Versäumnisse füllen unzählige Medien zur Genüge...ich fasse mein Aufatmen dennoch kurz zusammen und erschrecke selbst über die Auswirkung eines von Falken getragenen, nicht durch übermäßige Intelligenz glänzenden Reaktionärs. Ich beschränke mich auf Schlagworte und knappe Thesen, wohlwissend, dass die ausführenden Informationen überall abruf- und auffindbar sind. Der ehemalige US-Präsident soll hierbei nicht überbewertet werden, die Auswirkungen sind auf breiter Front durch die gesamte Regierung getragen worden.

1. Wirtschaft
2. Umwelt
3. Konflikte
4. Religion
5. Außenpolitik


1. Wirtschaft
Der Januar 2009 zeigt, wie sehr die USA heruntergwirtschftet wurden. Als einer der Hauptverursacher der aktuellen Krise, sind hier natürlich auch die Auswirkungen umso verhehrender. Der Schuldenstand erreicht Rekordhöhen, der Staatshaushalt neigt sich bedenklich, obgleich er in gesundem Zustand übernommen wurde. Die Industrie gleicht einem Dinosaurierfriedhof, ein Blick nach Detroit zeigt sehr anschaulich, wie ein verpasster Anschluss aussieht. Bei Umwelttechnologien sind die Vorreiter in anderen Nationen zu finden. Überhaupt ist die Innovationskurve im Weinkeller zum sonnen, während parallel die zweite und dritte Welt den Produktions- und Dienstleistungssektor sezieren.
Konsum via Verschuldung, vom Staat vorgelebt und angeregt, findet sich durch alle Gesellschaftsschichten bis in niederste Gefilde.
Anstatt den Haushalt zu kitten und die immensen Kriegsführungskosten einzuspielen, wird mit Steuergeschenken jede aufbegehrende Lobby befriedigt.
Besonders kritisches Augenmerk fällt auf die Vermengung und Interessenkonflikte, des Geschäftsmannes Bush mit seiner politischen Entscheidungsgewalt. An erster Stelle wirkt sein Engagement und Netzwerk in der Ölindustrie mehr als fragwürdig, in Anbetracht seiner Schaffenskraft als Regierender. Wirtschaftsentscheidungen und Kriegsführung können da nur in fadem Licht erscheinen.

2. Umwelt
Als eine der größten und etabliertesten Industrie- und Wirtschaftsnationen, gebührt den vereinigten Staaten eine Sonder- und Führungsrolle im aktiven Umweltschutz. Dieser wurde sich erfolgreich und von höchster Stelle legitimiert widersetzt. Nationale Interessen gingen in jedem Moment über globale Verpflichtungen. Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung wurden ausgebaut und nicht reduziert. Dieses Niveau wird auch China, Russland oder Indien mit größter Kraftanstrengung schwer erreichen. Seine Paraderolle als Umweltzerstörer, daheim und um die Welt, lassen sich die USA so schnell nicht mehr streitig machen.
Neben den hausgemachten Naturkatastrophen, die insbesondere Nordamerika vermehrt treffen, wurde der Wirtschaftszweig Umwelttechnologie gänzlich ignoriert. Mangelndes Umweltbewusstsein trägt sich auch auf die Strasse. Der durchschnittliche Hubraum, würde in Europa schon ausreichen, um ein Blockkraftwerk zu betreiben. Das verpasste Entwicklungstempo in diese Richtung, wird Detroits Stadtbild nachhaltig verändern bzw. veröden.

3. Konflikte
Übereifriges, unkontrolliertes, vorschnelles, reaktionäres, unsouveränes Konfliktverhalten fesselt die USA an etlichen Fronten. Geld verbrennt ebenso immens wie Menschenleben und die Sympathiewerte für Amerika sind weltweit am Tiefpunkt angelangt. Mit der glorreichen Ansage Frieden und Demokratie in die Welt zu tragen und die eigene Nation zu schützen, taumelt die Nation in Richtung totalitärer Staat, welcher sich an den Genfer Konventionen ebenso wenig orientiert, wie an internationalen Vereinbarungen. Geächtete Waffen werden ebenso eingesetzt wie Folter, dubiose Kriegstreiber und private Sicherheitsunternehmen erfreuen sich üppiger Querfinanzierung. Die Begründung und Zielsetzung für die jeweiligen Kriege bleiben schwammig oder ohne erbrachte Beweise.
Nach jahrelanger Intervention hat sich an keinem Ort die Lage beruhigen oder verbessern können. Weder im Vergleich zum eigentlichen Kriegszeitpunkt, noch zu dem davor. Ein gestürzter Hussein und eine abgetauchte El Quaida Elite sind die einzigen zu verbuchenden Erfolge, mit beschaulich erfolgreichen Auswirkungen.
Im eigentlich relevanten Konfliktherd Nahost, speziell dem ewigen Kriegszustand Isreal-Palästina, wurde das Engagement extrem zurückgefahren. Eine Einmischung und Verantwortung vermieden.
Den Preis für die Kriegstreiberei zahlt die amerikanische Gesellschaft, die nun zwischen den Fronten geriet. Einerseits immer mehr in der Schusslinie internationalen Terrors und vom eigenen Staat ausspioniert, gegängelt und beschnitten.

4. Religion
Innerhalb der westlichen Staatengemeinschaft, welche sich berechtigterweise dem Sakulärismus verschrieb, erwuchsen die USA unter George Bush zu einem frommen Musterschüler. Erstmals spielen christliche Kirche und ihre radikalen Auswüchse weltpolitisch wieder eine dominantere Rolle. Dieser Schritt zurück bietet umso greifbarer eine gewachsene Angriffsfläche für radikale Islamisten und ihre religiösen Hetzer. "The Clash of Cultures" wurde nicht zuletzt durch diese Entwicklungen forciert angeheizt.
Erschreckenderweise, bekommen nicht nur weltoffene und menschenfreundliche Glaubensauslegungen Oberwasser. Mordende Abtreibungsgegner, irre Kreationisten und etliche weitere verbohrte heftigst Gläubige suchen ihren Weg in die Öffentlichkeit, ohne seitens des Staates in die Schranken gewiesen zu werden. Dies lässt sich als Konservativismus nicht mehr bezeichnen, es ist eine Rückkehr in grausame Vergangenheit.

5. Außenpolitik

Mit wenig Mühe, aber umso mehr Effekt hat Bush die außenpolitische Isolation vorangetrieben. Viel Feind viel Ehr sucht er sich direkt vor der Haustür in Südamerika, genau wie bei potentiellen Weltmächten Russland, Indien und China wider erwarten und umso verletzender auch in Europa - vom Orient und islamischen Ländern ganz zu schweigen.
Internationale Absprachen, Abkommen und Vereinbarungen werden ignoriert oder boykotiert. Die UNO wird der Lächerlichkeit preisgegeben, Kyoto ausgehebelt und einem internationalen Gerichtshof jegliche Existenzberechtigung abgesprochen. Dies nicht mittels konstruktiver Kritik und Wunsch zum Konsens, sondern bei absoluter Verweigerung. Antiamerikanismus gab es zu jederzeit, die jüngste Vergangenheit hat ihn jedoch höchst salonfähig gemacht.


Die USA haben einen schweren Stand, die Situation ist in jeder Hinsicht ein Tanz auf der Rasierklinge und sogar ein Obama, der alle glorifizierten Unterstellungen übererfüllt, wird die Umkehr kaum bewältigen. God bless America.

Dienstag, 20. Januar 2009

Mitmachaktion und Gewinnspiel

Zusammengefasst seien an dieser Stelle meine laufenden Aktionen. Nach wie vor freue ich mich über weitere Mitstreiter, Anpacker, Blogger und weitere Freaks, die meine Schnittstellen bestücken.

1. Gewinnspiel Premium Cola
2. noch ein Gewinnspiel Premium Cola
3. Geld für Ideen


1. Gewinnspiel Premium Cola
Wer bloggt mir einen Fünfzeiler und will die wahrscheinlich korrekteste Cola-Kiste bekommen? Hier und hier steht wie es geht.

2. noch ein Gewinnspiel Premium Cola
Mich nerven Werbeblogger ohne Inhalt und mit häßlichem Werbeüberdruss, wer verbricht den schlimmsten Cashblog? Nennt mir die heftigsten Beispiele und trinkt Koffein aus Flaschen, ich verschenk die Kiste, für die beste und bezeichnendste Linknennung. Hier steht es in ausführlich.

3. Geld für Ideen

Lasst mich teilhaben an den Ergüssen eurer Synapsen. Spendet mir knappe und konkrete Ideen. Sie werden belohnt - Grob gibt es Taler schon für 30 Sekunden intelligentes Nachdenken. Hier erfahrt ihr mehr.

Heute sind wir alle Amerikaner

Mehr als damals hat Gerhard Schröders Auspruch heute an Gewicht zugelegt. Fernsehsender und Websites werden ähnliche, wenn nicht größere Besucheranstürme verzeichnen, wie sonst nur ein WM-Finale. Obama wird vereidigt und die Weltbevölkerung sehnt sich nach des Heilands Weisheit in glanzvolle Rethorik gehüllt.

Während wir von Deutschlands Spitze mit Dumpfbackigkeit und Piefigkeit erstickt werden, blicken wir neidvoll gen Superstar. Zu Recht wie ich finde. Es kommt einiges an Wohlfühlergebnis zusammen. Zuallererst wohl der Abschied der gefährlichsten Hohlfrucht aus dem Präsidentenamt. George Bushs Fussstapfen sind seinem Nachfolger schon jetzt zu klein, vermissen wird ihn national wie international kaum einer.

In wenigen Minuten wird ein großer Charismat vereidigt, Massen hängen an seinen Lippen und glorifizieren ihren ganz persönlichen Übermenschen. Gerade heute, gerade jetzt ist sein Zauber umso wichtiger. Die Welt aus den Fugen rotiert braucht an der Spitze der USA einen vom Volk getragenen und vergötterten Demokraten. Dieser Impuls kann und muss genau der Richtige sein - ich zumindest bin gespannt und tendenziell mit ein wenig Hoffnung ausgestattet...

Sonntag, 18. Januar 2009

Warum Ronald Koch???

Nichts gegen einen Wähler, der seinem Unmut mittels Wahlkreuz Luft verschafft. Natürlich war das Geplänkel der letzten Monate seitens der SPD nur schwer zu verzeihen. Die Wahlniederlage war mit Ansage, trotz oder gerade wegen eines Kapriolen schlagenden Schäfer-Gümbel. Ypsilanti hat seine Startbedingungen mehr als sabotiert.
Aber ihr Hessen, habt ihr schon zum Frühstück Äppelwoi konsumiert oder wieso tragt ihr eure Stimmen wieder zu meinem erklärten größten Unsympathen der aktuellen deutschen Politk. Roland Koch längst politisch totgesagt feiert seine Auferstehung ganz im Bilde unseres Messias. Dabei hat er sich die letzten Jahre alle Mühe gegeben jeden Funken Respekt und Wahlerfolg zu verspielen. Ausgerechnet die Sozialdemokraten spielen ihm hierbei ohne Mühe in die Hände.
So beginnt das Superwahljahr 2009 mit einem Wahlsieger, dessen feistes Grinsen mein Blut gefrieren lässt. Ich bin nur froh, dass in dieser Situation, die Grünen nicht ihren Fehler von Hamburg wiederholen müssen. Nein dazu findet sich mit der FDP ein dankbarer Koalitionspartner für Kochs Hessen-CDU.
Was hab ich gejubelt, nach seiner Abwahl und nun steht er wiedererstarkt im Rampenlicht, kann Anlauf nehmen für ein würdevolles Amt auf Bundesebene nach der Bundestagswahl. Mir bleibt auch nichts erspart. Als Hamburger weiß ich wovon ich rede. Ich musste Schill und Kusch ertragen und werde vom wohl am wenigsten kritisierten Bürgermeister regiert, dessen Glanz sicher nicht von Kompetenz und Führungsstärke herrührt.
Es gilt nun umso mehr, die nächsten Wahlen müssen andere Tendenzen aufweisen. Die christliche Union steuert schon wieder viel zu lange deutschlands lahmen Frachter.

Ich wage zu bezweifeln, dass die vier Abtrünnigen der SPD, sich nun glücklich schätzen mit dem neuen Ergebnis. Gratulation zu eurem gefeierten Rückgrat...

Inge Nottelmann und das neue Volk

Leider geht die Evolution die letzten Jahrhunderte sehr freundlich mit dem Homo Sapiens um. Darwins Theorie scheint mehr und mehr ausgehebelt. Anders lässt sich nicht erklären, wie sich aktuell vermehrt wieder Einzeller in Menschengewand (oder dem missglücktem Versuch dieser Verkleidung) zu braunem Sumpf vereinen. Selbst massiven Gegnern von Arier-Therorie erkennen allzu Offensichtliches Der Großteil dieser Dumpfbacken taugt nicht im Ansatz zum Herrenmenschen. Verfettete Häßlichkeiten wagen die Maximale Distanz zu athletischem Körperbau. Hinter ihrer kahlgeschorenen Fratze oder altdeutschen Bäuerinnenzöpfen versteckt sich ein Nervenknoten, dessen IQ selten Zimmertemperatur erreicht. Und doch machen sich diese geistig Umnachteten mit aller Mühe daran ihre Propaganda zu streuen. Ihre Sympathisanten rekrutieren sie mühelos am Rande der Gesellschaft, fernab jeglicher Bildung und ohne Perspektive. Um auf der anderen Seite genau solche Adressaten als Opfer auszuwählen, so sie in ihr Bild von "deutsch" nicht passen. Zu Germany´s next Topmodel wird es eine Inge Nottelmann in jedem Fall nie bringen.

Wenn solch Ekelmob zur Demonstration ruft, bewegt sich ein hundert Mann starkes geistiges Tiefdruckgebiet durch die Strassenzüge und lässt sich zu immer infameren Dreistigkeiten und Provokationen hinreissen. Von dort unten ginge eigentlich keine neue Gefahr aus. Urdeutsche Tugenden wie Feigheit, Hirnabschaltung, mangelnde Feinmotorik und ausbleibende Gesellschaftsfähigkeit erzeugen an sich keinen großen Wirbel. Diese Gruppierung allein wäre höchstens mitleidserregend und amüsante Opfergruppe.

Größere Sorge allerdings bereiten die Demagogen im Hintergrund. Die mit Intellekt, Macht und finanzieller Durchsetzungskraft. Die faschistische Elite bestehend aus Journalisten und Anwälten, Ärzten und Unternehmern, sowie Hetzern und Agitatoren. Diese lenken und beeinflussen ihr Fussvolk mit aberwitzigen Theorien und gesätem Hass. Sie würden sich die Finger nicht schmutzig machen, wissen aber sehr wohl Feindbilder zu kreieren und diskret zu Gewalt und Straftaten aufzurufen. Ihnen geht es um Machtausbau, Bevorteilung und Geld. Dummheit lässt sich leicht steuern und beeinflussen und so nutzen sie ihr Potential erfolgreich aus. Sie gründen Parteien, handeln auf dubiose Weise mit Immobilien, sammeln Spenden, akquirieren Aufträge von Nationalisten. In erster Linie machen sie meine Heimat für mich unattraktiv und überschütten mein Land mit Schande.

Dazwischen tummeln sich die politisch korrekten, denen zu später Stunde doch der ein oder ander "Neger-" und Judenwitz einfällt. Die nichts gegen Ausländer haben, aber... Die ihre Kinder nicht in überfremdete Schulen schicken wollen. Die latenten Rechtsaußen, die sich teflonbeschichtet durch ihr Leben manövrieren.

Allen gemeinsam ist ihr Feindbild, das Fremde, das Böse. Sie scheuen keine Mühe darauf einzudreschen und die Erfolge der letzten 50 Jahre mit Füssen zu treten. Und so gibt es für jeden Geschmack die richtige rechte Plattform. Ob NPD, das neue Volk, Burschenschaften, besucherstarke Websites wie PI-News, Bürgerinitiativen gegen Moschees und und und. Ich sympathisiere mit der Störung des rechten Friedens und möchte einen winzigen und bescheidenen Anteil dazu beitragen.

Krise komm kuscheln

Seit gefühlten drei Jahren werden wir medial und seitens der Politik auf Enthaltsamkeit und Katastrophen eingestimmt. Ende letzten Jahres war es dann endlich soweit, die ersten Bilder der Krise wurden gelieftert. Das theoretische Geschwurbel nahm mit den ersten Bankenpleiten und riesigen Abschreibungen erstmals greifbar Gestalt an. Doch die Distanz zu den Geschehnissen, selbst innerhalb Europas oder gar Deutschlands war und ist noch zu groß, um für den Einzelnen spürbar zu sein. Innerhalb der Medien wird daher mit Hochdruck an einem Horrorszenario geschraubt, einer Wirtschaftskernschmelze, die alles je dagewesene in den Schatten stellt.

Derweil gehen Softwareentwickler Christian und seine Frau Anne gemeinsam mit ihren Kindern Luca und Emma an der Elbe spazieren. Es war schwer einen Parkplatz zu finden für ihren Volvo-Kombi jüngeren Baujahres. Schwer weil der Elbstrand an einem Sonntag extrem bevölkerungsreich ist. Touristen treffen auf Einheimische, Cafékellnerinnen auf Hundebesitzer - Crepeduft macht sich breit und Espressomaschinen zischen. An diesem Tag werden knapp 100.000 Menschen einen Wintertag an der Hamburger Waterkant genießen. Die Krise jedoch, die bleibt gedruckt zu Hause.

Ich würde lügen, behaupte ich, die Krise sei mittlerweile nicht auch in den Gesprächen der Bevölkerung angekommen. Doch gänzlich anders als prognostiziert resultiert nicht Hysterie und Panik aus dem Wissen um schlechtere Zeiten. Vielmehr macht sich eine lang verbannte Solidarität und Reflektion breit. Menschen hinterfragen die Säulen des Kapitalismus, wünschen Gerechtigkeit und entwickeln ein neues Bewusstsein für nachhaltige soziale Marktwirtschaft, auch über deutsche Grenzen hinaus. Die prominenten Opfer verleihen dem ganzen eine seelige Empörung.

Nun steht Deutschland aktuell auch nicht am Schlechtesten da. Im Kapitalismus haben sich zuallererst die USA und Großbritannien verhoben und Halbstarke mit Pubertätsakne holen sich erste blaue Flecken (China, Indien und Russland). Wir sind weit entfernt von den fünf Millionen Arbeitslosen, die noch vor kurzer Zeit zu verzeichnen waren. Erstmals gab es reale Lohnsteigerungen für etliche Berufsgruppen, während Inflation und Deflation noch uneins miteinander sind.

Meinetwegen darf die Krise sich noch eskalativ übersteigern. Sie soll mit aller Gewalt an manifestierten Fehlentwicklungen rütteln und geltungssüchtige Entscheider in ihrer Gier kastrieren. Pervertierte Geldhäuser, welchen bei Ebay die noble Einrichtung unterm nadelbestreiften Hintern weggepfändet wird ernten kein Mitleid. Fehlgeleitete Industrien mit Verschwendungssucht können gern den Dinosauriern nachziehen.
Die größten Erfolge der Zivilisation waren mit heeren Umstürzen und Neuordnungen verbunden. Solidargemeinschaften entstehen und etablieren sich ideal unter Extrembedingungen. Parallel ist die Weltgemeinschaft mehr als je zuvor in der Lage ohne Weltkrieg und Rachefeldzüge mit solchen Verwerfungen zu hantieren. Allein hier liegt der Vorteil der Vernetzung der global Player - diese würden niemals zulassen, dass ihr Firmeneigentum nachhaltig zerstört wird (zumindest nicht durch Krieg).

Freitag, 16. Januar 2009

Anonymes Gepöbel

Aus gegeben Anlass:
Werte Kommentatoren, wir befinden uns zwar im Nirvana Internet, wo sich niemand die Blöße geben muss mit Klarnamen und Kontaktdaten zu kommunizieren, aber macht euch doch wenigstens die Mühe euch irgendeinen Namen zu geben. Ab dem dritten Kommentar eines anonymen Pöblers wird es anstrengend. Vor allem lege ich Wert darauf direkt zu regieren - im geschilderten Fall unmöglich. Von daher meine Ankündigung:

Anonyme Kommentare werden nicht veröffentlicht, weil hochlangweilig!

Desweiteren amüsiere ich mich über all die SEO-Mimosen. Macht doch einfach gute ehrbare Arbeit, anstatt mich mit eurem Webmüll zu belästigen. Gönnt euch ein paar Minuten Kalkulationszeit und reflektiert euren Stundenlohn. Ich kann zu 500 Euro Blogeinnahmen mit Adsense und Trigami einfach nicht gratulieren, grad dann nicht, wenn ihr dafür tagein tagaus online eure Zeit totschlagt. Und natürlich ist mir bewusst, dass ihr am Schluss gigantische 1.000 Euro mit dem Blogverkauf verdient.....GÄÄÄHN.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Besucherzahlen im Feintuning...

Zuletzt, schilderte ich die erhebliche Mühe, zwecks Egopolitur vernünftige Besucherzahlen zu erreichen. Der 300.te Besucher täglich war mein erklärtes Ziel, welches ich zweimal knapp verpasste. Gestern der glorreiche Tag. Die 300 war nicht nur greifbar, sondern wurde schattiert. Ganze 410 Besucher an einem Tag ließen mich breit grinsen. Meine SEO-Schelte wurde ungefragt zum kurzzeitigen Liebling bei SEOigg, eine mir zuvor unbekannte Seite, aber offensichtlich zugkräftiger Leserlieferant. Wer immer mich dort erwähnte: größten Dank. Dass sich auf so ein Gepöbel solch Zuspruch fände, konnte ich nicht absehen, vielleicht sollte ich öfter um mich schlagen.

Doch keine Sorge, das ist nicht mein Ansinnen, andererseits, warum soll nur Josef Ackermann in der Kritik stehen, wenn es genug Ekelpakete gibt, die mir mein Internetvergnügen vermiesen?

Nun wurde die 300 gerissen, ich scheue die Mühe, den nächsten Anlauf zu unternehmen, gerade weil nun eigentlich mal 500 Besucher Pflicht wären. Doch allein zum steten Bloggen fehlt mir die Muße und vor allem die Zeit. Aber irgendwann, werd ich mich mal drum bemühen, zunächst ist mein Ego genug gestärkt. Auch wenn Alphablogger, meine Zahlen natürlich nur belächeln werden.

Regards an all die High-Q-Blogger mit Inhalten

SEO-Primaten führen sich auf wie Primadonnen

Ein alberner Post und man hat das Gefühl beherzt in einen Bienenkorb zu greifen, nackt. An sich, scheue ich mich selten Kommentare freizugeben, doch einige waren entweder unflätig, beleidigend, nannten Namen oder Kontaktdaten oder trieften vor Hass. Ich entschied mich dafür solch getippten Kot via Klick zu entsorgen. Gekränkte Eitelkeit scheint jegliche Souveränität auszuschließen, umso mehr freut mich, dass dennoch viele annehmbare Kommentare kamen. In jedem Fall stehe ich mit meiner Meinung nicht allein, es scheint genug seriöse Dienstleister zu geben, welche sich an dem verzapften Bullshit stören. Weil es so schön ist und ich diese Cola so liebe:

Neben meinem Gewinnspiel, werd ich eine weitere Kiste Premium Cola versenden. Und zwar an denjenigen, der mir den peinlichsten und gewolltesten Versuch eine Möchtegern-SEO zeigt, mit seiner Homepage gepaart mit Adsense, Linkverkauf etc. großes Geld zu machen. Ich bin auf die Vorschläge gespannt. Schickt mir eure Vorschläge bis zum 15. Februar per Mail...und den haarsträubendsten Vorschlag entlohne ich mit Koffein.

Also her mit den Dilettantenlinks, die den Ruf von professionellen Suchamschinenoptimierern schädigen. Ich freue mich meine frisch geschnitzte Verbalkeule zu nutzen. Prost.

PS.: Da einige Kommentare eben diesen Tenor hatten: Ja ich will Besucher auf meiner Seite. Besucher keine hergelockten Opfer. Die Besucher sollen lesen und unterhalten werden. Ansonsten geht es mir um nichts...ich will keine SEO-Erfolge verbuchen (wie auch mit diesem System und meinen fehlenden Fähigkeiten) und welche Werbung sollte ich damit pushen?

Josef A. es kolabiert der Finanzmarkt simultan mit dem Kreislauf

Zumindest dieser Beweis ist erbracht, Josef Ackermann ist menschlich. Mittwoch 21 Uhr und ein Spitzenmanager zeigt sich von der normalsterblichen Seite...Kreislauf im selben Keller, wie die Bilanz der deuschen und der Postbank.

Mit 27 Jahren hatte ich erst- und letztmals extreme Panikattacken, mit Atemnot und gefühltem Herzversagen. Verursacht durch Schlafentzug, massivem Stress, persönlichen Problemen und dem Balanceakt zwischen Insolvenz mit Schudlenberg oder Ruhm und Reichtum. Ich erinnere genau, wie ich wimmernd allein durch die Kälte stapfte, die Hand fest auf die Brust gepresst, Tränen in den Augen -ziellos doch getrieben von Panik und Todesangst. Erst meine kompetente Internistin konnte mit einem umfangreichen Check all meine Angst nehmen und mir die Augen öffnen: die Beklemmung und Todesangst hatte banale Gründe. Ich war der steten Überforderung nicht gewachsen, die Dauerbelastung zehrte an mir.

Es gibt Momente im Leben, die die eigene Perspektive und Selbstwahrnehmung nachhaltig verändern, bestenfalls korrigieren. Todesangst, die Geburt eines Kindes oder der Verlust einer nahestehenden Person zeigen einem überdeutlich, wo im Leben die eigentlichen Prioritäten liegen sollten. Arbeitete ich zuvor pflichtschuldig, wie eine Maschine, getrieben von Ehrgeiz und Erfolgsdruck, lernte ich endlich wieder die Vorzüge von Freizeit, Freiraum und sozialem Umfeld kennen. Kleinigkeiten bereicherten erstmals wieder den Alltag - Kontostand und Karriere verloren an Gewicht...ich fand zurück in die Freude am Leben an sich. Zuvor taugten einzig alkoholgeschwängerte Abende zur Formatierung der Sorgenfestplatte, um die Müdigkeit am nächsten Tag in Koffein zu ertränken.

Ich kann nur mutmaßen, dass auch Ackermanns Synapsen, zumindest kurzzeitig, zu neuen Denkmustern fähig waren. Nicht zufällig trifft der Schwächeanfall auf ein Erfolgstal seiner Karriere. In solch abgehobener Position kann ein Individuum sich weit von der Realität und der Gesellschaft entfremden. An der Spitze herrscht Einsamkeit, Platz für Schwächen, Zweifel und Hilfegesuch ist kaum vorhanden. Zumindest ein kleines Zeitfenster wird sich Melancholie in sein Krankenzimmer geschlichen haben, die folgenden Stunden im Hotelzimmer hatten sicher genug Platz für viel Nachdenklichkeit. Wenngleich sich Josef Ackermann sofort zurück in seine Arbeit stürzte und erneut ablenkte...die Seele hat einen blauen Fleck. Ich glaube an das Gute im Menschen, selbst wenn Etliche in der Lage sind es gut zu verbergen, es ist nie zu spät für Besserung.

Ich wiederhole gern die Phrase "der Kapitalismus frisst seine Kinder". Ein Merckle wählte den Freitod im Gleisbett, einige sprangen aus dem Fenster, wiederum erscheint anderen ein simulierter Selbstmord als letzter Ausweg, Knast bekommen andere ... in irgendeiner schlaflosen Nacht gibt es für jeden Veränderung. Josef Ackermann: Kaum jemand wäre in vergleichbarer Postion, dass Ruder einmal herumzureissen, sich selbst ein positiv behaftetes Denkmal zu setzen und von übertriebener Gier zu verabschieden, im Gegenzug sogar Gutes zu stiften...Doch ich ahne solche sentimental verschwurbelten Denkansätze bleiben Utopie, dennoch Gute Besserung (ohne "gute Preise")

Mittwoch, 14. Januar 2009

Ackermann, mach dich vom Acker man

Kalauernder Einstieg, mit journalistischem Fauxpas - einem Namensspiel. Ich traue meinen Augen nicht, während sie aktuelle Zeilen scannen. Josef Ackermann hat spektakulär das Hintertürchen genutzt und eine offizielle Staatshilfe abgewendet. Doch der Schein trügt, mit der Realisation des Postbankdeals hält der deutsche Staat auf einmal 2,4% Anteile, wenngleich indirekt über die KfW-Beteiligung an der Postbank. 2,4% ein kleiner Wert, der bei der Privatbank Nummer eins in Deutschland und einem global Player doch erhebliches Gewicht hat, vor allem wenn der Vorstandsvorsitzende sich lauthals dafür schämen würde, staatliche Unterstützung zu beantragen.

Parallel erscheinen vorläufige Zahlen des Instituts, welche für 2008 wohl einen Verlust in Höhe von 3,9 Mrd bedeuten. Grandios, wird doch umso deutlicher, dass die Rekordgewinne der jüngeren Vergangenheit in erster Linie übers Knie gebrochenen Fehlgriffen zu verdanken sind. Kurzfristige Schönheitspreise, zu Lasten einer nachhaltigen Stabilität. Niemand weiß genau welche Leichen noch im Keller schlummern und wie das Jahr 2009 aussehen wird. Ackermann Bilanz wird in jedem Fall bescheidener:

Seit seiner Federführung im Jahr 2002, wurden bis 2007 durchschnittlich 3.3370 Mio Gewinn per anno verzeichnet, dieser Schnitt orientiert sich durch das letzte Jahr stark nach unten auf nur mehr 2.332 Mio.

Gutes Management und langfrisitg ausgelegtes Geschäftsgebahren sehen anders aus. Im Mittelstand wäre solche Fehlentwicklung sicher auch mit rollenden Köpfen, nicht aber steten Boniausschüttungen verbunden.

"Das extrem schwierige Marktumfeld hat einige Schwächen in der Bank aufgezeigt", so Ackermann. Solche Aussage zeigt mangelnde Selbstreflektion, ist doch auch und gerade die deutsche Bank nicht gänzlich unbeteiligt am Weltwirtschaftschaos der letzten Monate und Jahre. Auch hat das Institut nicht die üppigen daraus resultierenden Gewinne verschmäht. Immerhin handelt es sich in der aktuellen Situation nicht um höhere Gewalt, welcher man hilflos ausgeliefert wäre. Vielmehr liegen die Globalplayer am Finanzmarkt doch im Informationsvorteil. Solch tiefgehende Einblicke sind den Medien bislang verwehrt.

Wann beginnt die große Flurbereinigung in den Entscheiderzirkeln? Ackermann könnte das Startsignal geben, mit ein wenig Konsequenz und Wortgewicht - meine Unterstützung hat er.

Kurz nachgedacht, wird sich sicher auch hierzu noch mit tiefergehenden Informationen mitteilen.

Dienstag, 13. Januar 2009

SEO-Parasiten, die nervenden Adsensehuren

Wer nichts wird, wird Wirt. Wer gar nichts wird, wird Betriebswirt.
Ist ihm dieses nicht gelungen, macht er in Versicherungen.
Die die nichts gebacken kriegen, versuchen Suchmaschinen zu betrügen.

Ich hatte mein Leben lang eine gewisse Affinität zu Rechnern, frei jeglichen Nerdtums. Sozialisiert mit C64 und Amiga 500, bedurfte es einer längeren Pause bis ich mich an einen Windowsrechner traute. Ich blieb Anwender - der Rechner ein Werkzeug kein omnipräsentes Suchtmittel. Zur Pubertät hin wuchs mein Interesse für Menschen mit zwei X-Chromosomen, laute Musik, Führerschein, Alkohol und Nikotin. Ich wollte leben und erleben. Zu dieser Zeit zog das Internet - Schröders Datenautobahn - in deutschlands Haushalte. Ein Großteil meiner männlichen Mitschüler traf sich über Nacht samt Rechner in sturmfreien Buden zum Quake oder Counterstrike daddeln, Chips und Pizza fressen und Unmengen Cola Light trinken. Schlabberlook und "witzige" T-Shirts gepaart mit abstrusem Musikgeschmack (Techno und/oder Heavy Metal) und einem gigantischen Pensum von Filmzitaten natürlich auf Originalenglisch bildeten die Daddelkulisse. Ab und zu wagten sich besonders frechforsche Exemplare lustige Porno- oder Horrorbildchen herum zu schicken ("Boah", "Krass", "Ui"). Von der weiblichen Welt zunehmends entfremdet, minderte sich die Konkurrenz am Markt erheblich. Sie feierten die ersten Pentiumprozessoren und ich die Nächte durch. Sie erlegten wilde Monster, ich tanzende Romantikerinnen...

So ging es weiter, die IT-Elite verfestigte sich. Aktuell in den 30ern angekommen, hat ein Großteil ausstudiert und werkelt programmierend an der digitalisierten Welt. Doch einige Nerds blieben auf der Strecke. Programmiersprachen waren ihnen nicht in die Wiege gelegt, tiefes Grundverständnis für Schaltkreise, IT und Technik im Allgemeinen nur spärlich vorhanden. Aber im wachsenden Internet konnten sie turnen, mit Fachbegriffen prahlen und Foren füttern, nebenbei in Clans ihre Spiele-Skills professionalisieren. Doch es kommt der Tag, da ziehen sich die Erzeuger als Geldspender zurück. Man selbst muss Taler verdienen. Das muss der Gründungstag für SEO gewesen sein.

SEO - Suchmaschinenoptimierung - liefert die Grundlage Websites findbar zu machen und mit relevanten Suchbegriffen zu verknüpfen. Mit dem richtigen Onlinemarketing werden so gezielt die richtigen Besucher auf die Website gezogen, interessierte User. Im Idealfall ein Mehrwert für beide Seiten. Der Anbieter findet seine Zielgruppe und diese erhält im Gegenzug die gewünschte Information oder das gesuchte Produkt. Ein abgestimmtes SEO ist grundlegend für eine erfolgreiche Webpräsenz, eine Seite die nicht gefunden wird hat den Wert eines Hochglanzflyers im Altpapier.
Profis für Suchmaschinenoptimierung, bewegen sich innerhalb der Suchmaschinenrichtlinien und optimieren diskret auf eine Weise, welche den Seitenbesucher nicht verschreckt. Sie achten auf gesteigerten Mehrwert für User und Seitenbetreiber und für gesteigerte Googleplatzierung bei Suchbegriffen, für die die Seite auch relevanten Content liefert.

Die heutige Generation pubertärer Kellergesichter räkelt ihre Aknesammlung vor ihrem SEO-Blog bzw. ihrer Maßnahme online Geld zu verdienen. Für einstellige Hunderteurobeträge horten sie etliche Bannermüllhalden, die sie mittels Copy&Paste mit schlagwortlastigem Nonsens befüllen. Die stete Bemühung möglichst viele Klicks zu generieren führen zu parasitären Web-Kloaken. Etliche Googletreffer liefern überproportional viele Beiträge idiotischer No-Brain-Dilettanten. Wie es sich gehört organisiert sich diese Clique Nestbeschmutzer in etliche Blogs und Foren und kommentiert sich im Kreis. Linkfarmenzucht und Gespamme gehören als Werkzeug ebenso dazu, wie geklaute Inhalte. Mangelnder Fleiß kann nicht unterstellt sein, stundenlange stupide Fließbandarbeit für Stundenlöhne die selbst in Bangladesh keinen Neid erzeugen sind notwendig um seinen Schwachsinn bei Google prominent zu machen.
17-jährige Milchbubis mit dem technischen Verständnis eines alterschwachen Schimpansen, preisen ihre Höchstleistungen zu Niedrigstpreisen an, freuen sich über Gebattel mit seriösen Anbietern und verzieren Google mit effektivem Kringelkacken. Qualifikation erwerben sie dabei kaum, außer Grauzonen auszureizen und Schlupflöcher zu finden. Wer sich einen Besuch solcher Domains antut, merkt schnell wie das Hirn überreizt aufgibt und die Augen vor lauter Layergeflimmer auf blind schalten.
Ich nenne es schäbige Kleingeld-Wegelagerei und freue mich über jeden Stein den Suchmaschinen in die Wege legen.

Gutes SEO beginnt mit einer wertigen Website, mit realem Content. Diese Qualität wird sich immer durchsetzen, denn interessierte Besucher kehren wieder und müssen nicht im immer weiter eskalierenden Kampf um Schlagwörter erobert werden. Wertvoller Inhalt, Kreation und Usability, die großen Fremdworte für die Schmeißfliegen da draußen.

Montag, 12. Januar 2009

Bye bye Ackermann - ein Abschied mit Würde

Er hat sich eigentlich keine zwei Posts an einem Tag verdient - wir aber seinen Abschied umso mehr. Meine Prognose muss ich auch noch abgeben. Ich hege Zweifel an einem Verbleib Ackermanns in seiner jetzigen Position über den Juni 2009 hinaus. In Kürze wird das wahre Ausmaß der Krise bekannt und all die Erfolge der letzten Jahre hinfällig. Es wird umso klarer, dass die Gewinnsprünge einzig und allein einem finanziellen Kamikaze geschuldet sind. Vergangene Gewinne wurden mit jetzt folgenden Verlusten erzwungen und spätestens dann kommt die deutsche Bank um Staatshilfe nicht umhin. Allein um die frischgeborene Konkurrenz der Commerzbank zu kompensieren, muss schleunigst der Talerberg aufgeschüttet werden. Ein Ackermann, welcher sein Versprechen bricht würde nicht nur sein Image weiter ramponieren (so es denn geht) sondern den letzten Funken Glaubwürdigkeit verlieren.

Josef Ackermann täte gut daran seinen Abschied selbst zu wählen, Größe zu zeigen und durch einen Wechsel an der Spitze den Weg freizumachen für ein neues Finanzgebahren deutschlands größter Bank. Ein Abgang in Würde möchte ich ihm nicht gönnen, aber mit etwas Gespür für das Volksempfinden könnte er sich ohne weiteren Gesichtsverlust zurückziehen und die aktuellen Entwicklungen um ein positives Ackermannbild bereichern.

Darauf wird es nicht hinauslaufen. Es wird knallen, ein Skandal und noch unsichtbare Risiken mit gigantischer Sprengkraft werden die Lawine lostreten. Angekündigte Handschellen des Bundespräsidentenkandidaten der Linken werden nicht klicken, aber Schimpf und Schande wird erhallen.

Ich erwarte in jedem Fall gespannt, welche Managergeneration die nächsten Jahre prägen wird. Gier ist menschlich, aber die Sensibilität der Bevölkerung und der Politik ist für die nächsten Jahre geschärft...Ciao Ackermann gönn dir deinen Ruhestand und fall mir nicht weiter auf die Nerven - ich brauch Platz für neue Feindbilder.