Dienstag, 25. November 2008

Die Finanzkrise, ihre Blüten und Frau Merkel verwelkt

Die Rückenlehne des Bürostuhls auf ganz entspannt gestellt und locker durch die Onlinepresse navigieren. Ein paar Videomitschnitte angestrengter Debatten verfolgen und nebenbei erfahren, wie Wirtschaft, Banken und Regierung hinternweise am Grundeis festfrieren. Schuldzuweisung trifft auf schwarzen Peter, während die dritte Welt die erste narrt...
...und dennoch lange Schlangen am Haspaautomat, volle Weihnachtsmärkte und Geschäfte die platzen. Großes Entertainment an sich gewürzt mit der nötigen Prise Galgenhumor.

Man nehme es mir nicht übel, ich amüsiere mich sicher nicht auf Kosten all der 10.000den, welche grad um ihren Job bangen, die Fehlwirtschafter aber, die haben es sich redlich verdient renditetechnisch feinjustiert zu werden.

Warum schreibe ich nur einen kleinen Mehrzeiler, so quasi belanglos und ohne fixen Themenpunkt?

WEIL ICH DIESE WOCHE ZWAR SCHON ANGENEHME 300 BESUCHER, ABER KEINE KOMMENTARE HABE...kritisiert mich, zerreisst mich in der Luft, schickt mir einstweilige Verfügungen (>hello Herr Zwanziger) amüsiert mich, lobt mich, preist mich oder ignoriert mich...aber ich sehne mich nach Reibung.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich persönlich sehe sehr wohl, wie bereits einige kleinere Unternehmen unverschuldet in Bedrängnis geraten und zu Entlassungen gezwungen werden.

Gruß, ein bangender Angestellter

PS: Ich lese gerne Ihren Blog, auch wenn Sie scheinbar gern vom eigentlichen Thema abkommen. Selbst Ihre Beiträge zu aktuellen Themen stoßen bei mir auf Interesse.

Cornelius H. hat gesagt…

Aaaaah, vielen Dank, endlich mal wieder eine Reaktion.
Lieber bangender Angestellter, ich kann die Sorge gut verstehen - die der Arbeitnehmer, wie auch die der kleinen und mittleren Betriebe. Dort werden auch sicher einige Opfer zu beklagen sein. Meine Schadenfreude gilt denen, die sich für unbesiegbar hielten und den Karren an die Wand fuhren. Auch und vor allem deswegen, wünsche ich mir ein Programm, welches an anderen Hebeln ansetzt, als gerade propagiert wird. An einem Programm, welches mit Chance eben jene Jobs neu schafft oder anderweitig Jobkürzungen auffängt, in dem die Unternehmen gefördert werden, die nicht nur mit Geld spielen, sondern ein verantwortungsbewusstes Handeln zeigen. Die mit ihren Mitarbeitern, nicht mit ihren Börsenspielereien Werte schaffen und erhalten.

Tatsächlich komme ich immer wieder vom Thema ab, so sehr ich mich Mühe zurück zu rudern. Die aktuelle Lage erscheint mir nicht das rechte Umfeld und ich fühle mich zu Zwischentönen und Kritik ermutigt. Zur Zeit erkenne ich leider zu viel Vakuum in den entscheidenden Köpfen.

Meine Grüße